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Aristoteles, Nikomachische Ethik.
leitende Prinzip zurückgeführt hat; denn dies ist das, was da be-schließt.^— 18. Ein erläuterndes Beispiel hiervon kann man auchaus den alten Verfassungen entnehmen, welche Home'r seiner Zeitpoetisch darstellte. Denn dort pflegten die Könige nur das, wassie bereits beschlossen hatten, an das Volk zu bringen. ^ — 19. Danun das Vorgesetzte ein zu Beratendes und zugleich Gegenstandunseres Begehrens ist aus dem Bereiche solcher Dinge, die für unserreichbar sind, so kann man auch gar wohl den Vorsatz definieren alseine durch Beratschlagung bestimmte Begierde nach einer Sache,die für uns erreichbar ist; denn infolge des Beratschlagens ent-scheidet sich unser Urteil, und darauf begehren wir der Beratunggemäß.
20. Soviel genüge zur allgemeinen Bestimmung des Vorsatzesund seiner Objekte, daß er sich auf die Mittel zum Zwecke beziehe.
Viertes Kapitel.
Kap. 1. Was nun dasWollen anlangt, so ist bereits gesagt daßesauf den Zweck geht, nur daß die einen behaupten, dieser Zweckei das Gute, die anderen, er sei das als gut Erscheinende.
2. Da passiert es nun denen, welche als Gegenstand des Willensdas Gute nennen, daß nach ihrer Definition dasjenige, was jemandwill, der nicht richtig wühlt, gar kein Gewolltes sei; — denn wärees ein Gewolltes, so müßte es auch ein Gutes sein, nun kann esaber, wenn sich's trifft, ein Böses sein. — 3. Denen dagegen, welcheden Gegenstand des Wollens als das gut Erscheinende definieren,passiert es hinwiederum, daß es nach ihrer Definition gar keinen von
5.
8. Ein Beispiel liefert Homer, Ilias, II, 53 ff. und 83 ff. Indiesem Aristotelischen Vergleiche vertreten, wie der alte Erklärer Eustra'tiusbemerkt, die „Könige" das leitende Prinzip, die beschließende Vernunft,während das „Volk" dem Triebe entspricht.
1. S. Kap. 2, tz 9.