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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Aristoteles, Nikomachische Ethik.

13. Ferner: unser Vorsatz erhält Lob vorzugsweise in demFalle, wenn er auf das Richtige oder in der richtigen Weise geht,unsere Ansicht dagegen dann, wenn sie eine wahre ist; und endlich:vorsetzen thun wir uns das, was wir mit vorzüglicher Gewißheitals gut erkennen, Vorstellungen aber haben wir von dem, was wirnicht gerade wissend erkennen. 14. Auch geht die allgemeineAnsicht der Menschen dahin, daß nicht immer dieselben Menschendie besten Vorsätze und zugleich die besten Ansichten hegen, sonderndaß manche zwar bessere Vorstellungen und Meinungen haben,aber aus Schlechtigkeit das Richtige nicht wählen. 15. Ob aber dieVorstellung früher ist, als der Vorsatz, oder ihm nachfylgt, kommtnicht in Betracht, denn nicht dies ist gegenwärtig dieFrage, sondernob der Vorsatz mit irgend einer Art von Vorstellung identisch ist.

16. Was und welcher Art ist er nun aber, da er alles dasbisher Gesagte eben nicht ist? Etwas Freiwilliges zunächst scheinter offenbar zu sein, nur daß das Freiwillige nicht alles vorsätzlichist. Sollte er also wohl das Zuvorberatschlagte sein? Dennzum Vorsatze gehören doch Vernunft und Nachdenken. Dahinweist auch die sprachliche Bezeichnung in dem Worte selbst welchebedeutet, daß es etwas ist, was vor anderen Dingen gewählt wird.

Drittes Kapitel.

^ I.Was nun dasBeratschlagen betrifft, so fragtsich's: obesbeis.' allem und jedem statt findet, und alles Gegenstand der Beratungist oder ob es gewisse Dinge gibt, bei denen Beratung nicht statt-finden kann?

2. Ich denke, hier ist zu sagen: Gegenstand derBcratschlagungkönne nicht das heißen, worüber möglicherweise ein Thor oder einVerruchter mit sich zuRate gehen könnte, sondern nur das, worüber

6. Das griechische Wort TrgoÄlgeoi; heißt wörtlich Vorzug, Vorwahl.