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Aristoteles, Nikomachische Ethik.
burt^, Kindersegen, Schönheit, so kriegt unsere Glückseligkeit einLoch. Denn der ist nicht gerade sehr geeignet, ein Glückseliger zusein, der in seiner äußeren Erscheinung einAusbund vonHäßlichkeitoder mit einem Geburtsmakel behaftet oder ehe- und kinderlos ist,und gar noch weniger der, der etwa völlig ungeratene Kinder hatoder dem die guten Kinder, wenn er sie hatte, weggestorben sind. —17. Also: es scheint, wie gesagt, richtig, daß eine solche Unter-stützung durch glückliche äußere Bedingungen zur Glückseligkeitgleichfalls von nöten ist, und daher kommt es denn, daß mancheMenschen das zufällige Glück solcher Umstünde mit der Glückselig-keit für gleichbedeutend ansehen, während andere (ebenso mitUnrecht) die Tugend für identisch mit der Glückseligkeit ansehen.
Neuntes Kapitel.
K->r- 1. Hieraus entspringt nun auch die Frage, ob dies höchste Gut
etwas Lernbares oder durch Gewöhnung oder sonstwie durch Übungzu Erlangendes sei oder ob es den Menschen nach einer Art vongöttlichem Ratschlüsse oder wohl gar durch Zufall zu teil wird. —2. Freilich, wenn überall von einem Geschenke der Götter an dieMenschen die Rede sein kann, so ist guter Grund vorhanden, ebenauch die Glückseligkeit für eine Gottesgabe anzusehen, zumal da sieja von allem, was der Mensch besitzt, das beste ist. — 3. Vielleichteignet sich indes dieser Gegenstand besser zum Thema einer anderenUntersuchung, so viel aber scheint doch gewiß, daß, wenn sie auchnicht eine Gabe göttlicher Fügung ist, sondern dem Menschen durchTugend oder durch eine Art von Unterricht und Übung zu teilwird, sie dennoch eines der göttlichsten Dinge ist. Denn was derTugend Kampfpreis und Ziel ist, das ist, scheint es, ein Bestes undein Göttliches und Seliges. — 4. Sie ist dann aber auch etwas,das als Gemeingut von möglichst vielen Menschen erlangt werden
12. D. h. makellose Abstammung von Vollbürgern, nicht unser „Adel".