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! Erstes Buch. Sechstes Kapitel. 17
l der Seele der Verstand und so weiter durch andere Analogieen. hindurch, b
13. Indessen lassen wir diese Dinge wohl für jetzt beiseiteliegen, denn das schärfere und genauere Eingehen auf dieselben^ dürfte besser in das Gebiet einer andern philosophischen Disziplin ^gehören, und ebenso auch das tiefere Eingehen auf dieJdeeenlehre.Denn gesetzt selbst, esgäbe einensolchen einheitlichenBegriffdessen,was man allgemein gut nennt, oder derselbe existierte getrennt von; den Dingen an und für sich, so ist doch soviel offenbar, daß er nichtin den Bereich praktischer Verwirklichung fällt und nicht etwas ist,
, was der Mensch sich aneignen kann. Unsere gegenwärtige Unter-
j suchung hat es mit dem letzteren zu thun. — 14. Nun könnte freilich
j jemand leicht darauf fallen zu meinen, es wäre doch besser, die
. Idee des Guten zu erkennen, um davon eine Hilfe zu haben für alle
, diejenigen Güter, die in den Bereich praktischer Verwirklichung
^ fallen. Man könnte sagen: wir hätten daran ein Muster, in dessen
Besitze wir eben auch die Dinge, die für uns gut sind, besser er-kennen und mit Hilfe solcher Erkenntnis sie uns leichter aneignenkönnten. — 15. Diese Bemerkung hat allerdings eine gewisse über-^ zeugende Kraft, allein es scheint doch, daß sie mit den besondereni Wissenschaften nicht in Einklang steht. Denn obschon diese samt
j und sonders nach einen: bestimmten Guten streben und das, woran
i es dem Menschen mangelt^, zu beschaffen suchen, so lassen sie doch
die Erkenntnis des an sich Guten beiseite liegen. Und doch läßtsich nicht wohl denken, daß die Künstler" samt und sonders ein
8. Wenn der Verstand „gut" heißt und das Sehen etwas Gutes ge-nannt wird, so geschieht dies, weil das verständige Denken in bezug auf5 die Seele eben das ist, was in der Sphäre des Körpers das Sehen. G arve.ö. Aristo'teleS* sagt wörtlich: „einer andern Philosophie"; bei ihmheißt nämlich das, was wir jetzt Metaphysik nennen, die crstePhilosophie,
- H PiXvavwi«.
X 10. „Alle Wissenschaft und Kunst und aller Bildungsunterricht hatft zum Zwecke, das, was in der Natur mangelhaft ist, zu ergänzen", sagt' ? Aristoteles in der Politik VII, IS, § 11.
ft II. D. h. diejenigen, welche sich mit den speziellen einzelnen Wissen-schaften und Künsten beschäftigen.
^ * Der Laut, hinter dem das Zeichen ' steht, hat den Ton: Deu'tschland n'ber a'lles.
92 ^Lcmgenschkivtsche B. gr. u. rbm. Kl.; Bd. 20; Lfr§. 2i'.) Ll ri sto t e le s I. 2