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1 (1891) Nikomachische Ethik (2. Aufl.), Eudemische Ethik
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Aristoteles, Nikomachische Ethik.

und einmal damit das an und für sich selbst Gute, ein andermal !diejenigen Dinge bezeichnet, die nur in Beziehung auf jenes gut sind.Machen also auch wir einen Unterschied zwischen dem, was zum Gutenverhilft, und dein an und für sich Guten und sehen wir dann zu, ob ^von einer gemeinsamenIdee" beider gesprochen werden kann!

10. Aber welcher Art Dinge soll man da zu demGuten an undfür sich" zählen? Vielleicht alle diejenigen, welche eben ganz ab-gesondertvon allen anderen Gegenstand des Erstrebenssind, wiez.B.das Denken und das Sehen und diese oder jene Genüsse und Ehren-bezeigungen? -- Denn auch diese, obgleich sie um eines andernwillen erstrebt werden, kann man füglich in gewissem Sinne zu den jGütern an sich" zählen. Oder dürfen wir unterGütern an sich" !schlechterdings nichts anderes verstehen als die Jdeeen? Aber dann !wird die obige Scheidung (der zwei verschiedenen Arten von Dingen,welche gut sind) zu einer ganz eitelen Form.11. Gehören aber ^

eben diese zuvor genannten Dinge zu denGütern an sich", nun so !

wird sich der Begriff des Guten in ihnen samt und sonders alsderselbe ausweisen müssen, wie der Begriff der Weiße derselbe istbeim Schnee und bei dem Bleiweiß. Allein die Begriffe der Ehre,der praktischen Klugheit^ und des Genusses sind andere und ver-schiedene, gerade insofern sie Güter sind!? Mithin ist also ebendas -Gute nicht etwas Gemeinsames, unter eine Idee fallendes. !

12. Aber wie und warum werden jene Dinge mit jenemPrädikategut" bezeichnet? Denn sie sehen doch nicht so aus, alsob sie zu den Dingen gehörten, die nur zufällig Homo'nyma sind.Sollte es etwa daher sein, weil alles, was gut heißt, insgesamtaus einerOuelle hervorgeht odereinemZiele zustrebt, odersollenwir vielmehr sagen, daß eine Analogie zu Grunde liegt? Nämlich:wie im Körper der Gesichtssinn etwas Gutes ist, so ist es in

6. Oben (§ 10) stand dafürdas Denken" (wgvve'H).

7. Nämlich die Ehre ist ein Gut, insofern sie Lohn der Tugend ist,die Einsicht und prakische Klugheit, insofern sie die Vollendung der re-flektierenden Thätigkeit des Geistes ist; der Genuß (das VergnügentjZovPinsofern er aus einer edeln Handlung resultiert. Nach Biese II, 258.