weil das Verdampfen bei den Jüngeren stärker ist. Und zwarist der Pulsschlag in allen Adern und in allen zumal, weil sicvom Herzen auslaufen und damit Zusammenhängen. Das Herzaber bringt immer eine Bewegung hervor, daher denn die Adernin steter Bewegung sind, und zwar gleichzeitig, solang die Be-wegung des Herzens dauert. — So ist also das Herzklopfen derGegenstoß gegen die Zusammendrängung des Kalten, der Puls-schlag das Aufblähen des warm werdenden Feuchten.
EiiiUlldzwnilzigstcs Kapitel.
Schlußbemerknugen über den Athinmigsproccß.
Das Athmen geht vor sich, indem die Wärme sich vermehrt,in welcher das athmende Princip ruht. Denn wie Alles derNahrung bedarf, so auch jene, und zwar bedarf sie der Nahrungmehr, als das Andere, sofern sie ja die Ursache der Ernährungalles Andern ist. Wenn sie nun sich vermehrt, so muß sic dasOrgan emporheben. Man muß sich übrigens die Einrichtungdes Organs ähnlich vorstellen, wie die Blasebälgen in den Schmie-den: in der That haben auch sowohl die Lunge, als das Herzungefähr dieselbe Gestalt, und zwar muß cs doppelt sein: dennin der Mitte muß das ernährende Princip der physischen Exi-stenz seinen Sitz haben. Wenn also das Warme 'ausgedehntwird, so hebt es sich, und wenn es sich hebt, so muß nothwendigauch der Theil, der es umgibt, sich heben. Dies; ist auch offen-bar beim Athmen der Fall: man hebt nemlich da den Brust-kasten empor, weil das darin wohnende Princip dieses Organ»dasselbe thut; geschieht nun diese Hebung, so muß, wie in denBlasebälgen, die äußere Luft hineindringen, und indem diese kaltist und Abkühlung bewirkt, muß sie fdas Uebermaß des Feuersanslöschen. Wie aber bei der Vermehrung der Wärme das Or-gan sich hob, so muß cs bei der Verminderung derselben sichsenken und mit dieser Senkung geht die eingedrungene Luft wie-der hinaus, diese ist kalt beim Hineinströmen und warm beimAusströmen wegen der Berührung mit der Wärme, welche in demOrgan sich befindet, besonders da, wo die Lunge Blut enthält;