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Beschaffenheit ist. So beruht denn sein Wesen wie das der an-dern Thiere auf diesem Organ, so gut als ans irgend einemandern. Dich ist also der Zweck der Lunge. Die Ursache dernothwendigen Bewegung liegt bei solchen Thieren eben in ihrerKonstitution, wie auch bei andern, welche nicht dieselbe Konsti-^ tution haben: die einen nemlich bestehen aus mehr Erde, wie
i z. B. die Pflanzen, die andern aus mehr Wasser, wie die Wasscr-
! thiere, die Vögel und Landthicre, theils aus mehr Luft, theils
i aus mehr Feuer. Jede Art aber hat ihren Aufenthalt in den
s ihr zukommendcn Orten.
! Vierzehntes Kapitel.
Gegen eine Ansicht des EinpcdoklcS über die Ursache des Aufenthaltsortsder Thiere.
Empedokles hat eine unrichtige Ansicht, wenn er sagt, die-> jenigcn Thiere, welche am meisten Wärme und am meisten Feuer
: haben, seien Wasscrthiere und sie fliehen die allzu große Menge
der in ihrer Natur liegenden Wärme und suchen, weil sie ebeni wenig Külte und Feuchtigkeit haben, durch den Gegensatz desOrtes sich zu erhalten; das Feuchte sei nemlich weniger warm' als die Luft. Es ist nun aber ganz unbegreiflich, wie es mög-lich sein soll, daß ein Thier, welches im Trockenen geboren ist,einen feuchten Aufenthaltsort wählen sollte; denn die meisten sol-chen Thiere haben ja auch keine Füße. Wenn nun Empedoklesvon der ursprünglichen Entstehung dieser Thiere spricht, so sagt er,
^ sie seien zwar auf dem Trockenen entstanden, seien aber in's feuchte
j Element geflohen. Ferner zeigt die Erfahrung nicht, daß sie
! wärmer wären als die andern Landthiere: sie haben nemlich theils
gar kein Blut, theils nur wenig. Doch welche Arten von Thie-ren man als warm, welche als kalt bezeichnen muß, ist eine Un-tersuchung für sich; was aber die Ursache betrifft, welche Empe-doklcs angibt, so hat die Frage wohl eine gewisse Berechtigung,nur befindet sich Empedokles hierüber im Jrrthnm. Wo nemlichein Zuviel von gewissen Eigenschaften stattfindet, da liegt dieRettung in den entgegengesetzten Orten und Jahreszeiten, die