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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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Theil, in welchem Blut ist, sondern Hot' ihren Platz vor demGehirn, und so stößt sie das Wasser aus. Aus eben diesemGrund nehmen auch die Weichthiere und Weichschalthiere dasWasser auf, wie z. B. die Meerkrabhen und die Krebse. EineAbkühlung bedürfen diese alle nicht, denn sie haben wenig Wärmeund kein Blut, so daß sie durch das sie umgebende feuchte Ele-ment hinreichend abgckühlt werden, es ist vielmehr wegen derNahrung, damit nicht, während sie diese zu sich nehmen, dasWasser hineindringt. Die Weichschalthiere nun, wie die Krebseund die Seekrabben, stoßen das Wasser neben den rauhen Theilendurch die Schalen aus, die Sepien aber und die Polypen durchdie Höhlung, welche über dem Kopf ist. Hierüber findet sich dasNähere in den Thiergeschichten '). So sehen wir also, daß dasAufnehmen des Wassers geschieht wegen der Abkühlung und weildie ihrer Natür nach im Wasser lebenden Thiere ihre Nahrungaus dem Wasser nehmen müssen.

Dreizehntes Kapitel.

Besondere Stellung des Menschen.

Hienach müssen wir sprechen von der Art und Weise, wiedie Abkühlung vor sich geht bei den Thieren, welche athmcn undbei denen, welche Kiemen haben. Daß nun alle die Thiere,welche eine Lunge haben, athmen, ist schon oben bemerkt worden.Fragt man aber, warum manche Thiere dieses Organ haben undwarum diejenigen, welche es haben, des Athmens bedürfen, so istder Grund dafür, daß sie es haben, der, daß die höherstehendenThiere mehr Wärme haben, womit sie nothwendig auch eine höherstehende Seele haben müssen; solche Thiere stehen ihrer Naturuach höher als die Pflanzen. Deßhalb sind auch die Thierederen Lunge am meisten Blut und Wärme enthält, größer, unddas Thier, welches das reinste und meiste Blut hat, der Mensch,ist am aufrechtesten und er hält seinen oberen Theil in der Rich-tung zum Firmament nur deßhalb, weil dieses Organ von solcher

') IX, L7.