der Funktion des Herzens; es muß nemlich das Centralorganbeharrlich zum letzten Zweck hinstreben, nicht bei dem bleiben,was dem Zwecke dient, wie der Arzt beharrlich zur Gesundheithinstrebt. Also der Centralfocus für die sinnliche Thätigkeit istbei den Thieren, welche Blut haben, im Herzen, hier muß noth-wendig das allen Sinnesorganen gemeinsam zu Grund liegendeOrgan sein. Von zwei Sinnen sehen wir deutlich, daß sie da-hin zusammenlaufen, der Geschmackssinn und der Tastsinn, daherist dasselbe nothwendig auch bei den andern der Fall: hier nem-lich kann die Bewegung nicht unmittelbar mit dem oberen RaumZusammenhängen. Ucberdieß wenn bei allen Thieren das Lebenin diesem Theil seinen Sitz hat, so ergibt sich daraus, daß auchdas Princip der Sinnesthätigkeit dort zu suchen ist; sofern nem-lich etwas ein Thier (lebendes Wesen) ist, sagen wir, es lebe,und sofern es Sinnesthätigkeit hat, nennen wir den Leib einlebendes Wesen. Die Ursache aber, warum die einen Sinneoffenbar zum Herzen hinstreben, die andern im Kops ihren Sitzhaben, (weßhalb man auch die Sinnesthätigkeit der Thiere vomGehirn abhängig macht) ist anderswo ') besonders dargelegt wor-den. Was die erfahrungsmäßigcn Thatsachen betrifft, so erhelltaus dem Gesagten, daß in diesem Theil, als dem mittleren vonden drei Theilen des Körpers, das Princip des wahrnchmenden,das Wachsthum bewirkenden und des ernährenden Vermögens derSeele zu suchen ist.
>) Thiergesch. III. 4.