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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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meinsames Sinnesorgan haben, das ihnen zu Grund liegt, undauf welches die aktuellen Sinnesthätigkeiten zurückgehen müssen,da dieses Eine in der Mitte liegen muß zwischen dem, was wirvorn und was wir hinten nennen, (vorn nennen wir das, aufwas unsere Sinnesthätigkeit gerichtet ist, hinten das Gcgentheil),da ferner der Körper alles Lebenden sich theilt in ein Oben undUnten, (an Allem nemlich ist ein Oben und Unten, also auch anden Pflanzen), so geht daraus hervor, daß das annähernde Or-gan in der Mitte des Ganzen sein muß; denn den Theil, beiwelchem die Nahrung hineingeht, nennen wir oben, indem wirnur ihn für sich in's Auge fassen, nicht das umgebende Ganze,den Theil aber, bei welchem das Ueberflüssige ausgestoßen wird,heißen wir unten. Hierin ist jedoch bei den Pflanzen das Ge-gentheil von dem, was bei den Thieren ist: der Mensch ist dasThier, welchem es wegen seiner aufrechten Haltung am meistengegeben ist, seinen oberen Theil in der Richtung nach oben über-haupt, nach dem Firmament, zu halten, die andern Thicre stehenin der Mitte, die Pflanzen dagegen, welche unbeweglich sind unddie Nahrung aus der Erde bekommen, müssen diesen Theil immernach unten halten. Die Wurzeln entsprechen nemlich bei denPflanzen dem, was bei den Thieren der Mund ist, wodurch dieelfteren die Nahrung aus der Erde bekommen, die letzteren durchsich selbst.

Zweites Kapitel.

Organismus der Thiere.

Alle Thiere, welche vollständig sind, haben drei zu unter-scheidende Theile: einen, durch welchen sie die Nahrung zu sichnehmen; einen, durch welchen sie das Ueberflüssige ausstoßen,und einen dritten, der in der Mitte zwischen den zwei ersten liegt,der bei den größten Thieren Brust genannt wird, bei den übri-gen die entsprechende Stelle einnimmt, und bei den einen Thierenmehr, bei den andern weniger gegliedert ist. Diejenigen Thicre,welche zum Gehen bestimmt sind, haben auch die zu dieser Funk-tion nöthigen Organe, durch welche sie den ganzen Leib fort-