aus Einem. Aber die Insekten gelangen nur bis zum Leben,können aber nicht lange bestehen, denn sie haben keine Organe,und das im einzelnen Insekt befindliche Princip kann solche Or-gane nicht Hervorbringen. Dieses Vermögen aber hat das in derPflanze wohnende Princip, denn es enthält potenziell immer so-wohl Wurzel als Stengel. Darum geht aus diesem Principstets bald das Junge, bald das Alternde hervor und beide unter-scheiden sich wenig hinsichtlich der Länge des Lebens, gerade wiees mit den Ablegern ist; denn auch wenn man Ableger versetzt,ist eigentlich dasselbe der Fall: der Ableger ist ja eben ein Theil.Hier nun findet eine förmliche Trennung statt, dort aber bleibtdas Ganze bei einander. Der Grund liegt darin, daß überalldas Princip potenziell innewohnt. Es ist aber das Gleiche derFall, bei den Thieren und bei den Pflanzen, sofern gewöhnlichbei den Thieren die Männchen länger leben; hier ist nemlich dasObere größer als das Untere, (das Männchen ist nemlich zwerg-artiger als das Weibchen), im Oberen aber ist das Warme, imUnteren das Kalte; und ebenso sind die Pflanzen, welche einenschweren Kopf haben, von längerer Lebensdauer. Von solcherArt aber sind nicht die bloß ein Jahr dauernden, sondern diebaumartigen; denn bei der Pflanze ist das Obere und der Kopsdie Wurzel, dagegen die Jahrespflanzen entwickeln ihr Wachs-thum nach unten, d. h. nach der Frucht hin. Doch hierüber undüber die einzelnen Erscheinungen wird in der Untersuchung derPflanzen daS Nähere gesagt werden; für jetzt mag es genügenan den Ursachen der Lebenslänge, resp. Lebenskürze der Thiere.Nun ist uns noch übrig eine Besprechung von Jugend und Alter,Leben und Tod; damit wird dann die Untersuchung der Thiereabgeschlossen sein.
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