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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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V.

Von der längeren oder kürzeren Dauer des Lebens. ZErstes Kapitel. ?

Gegenstand der Untersuchung. ;

Wir haben nun ferner die Ursachen davon zu untersuchen, sdaß die einen Thiere ein längeres, die andern ein kürzeres Leben !haben, überhaupt was der Länge und Kürze des Lebens zu Grund >liegt. Ausgehen müssen wir bei dieser Untersuchung von den ^Fragen und Bedenken, welche sich darauf beziehen. Es ist nem- !lich nicht klar, ob die Ursache des langen, resp. kurzen Lebens -bei allen Thieren und Pflanzen Eine und dieselbe ist, oder ob les verschiedene Ursachen hiefür gibt; auch die Pflanzen sind nem« ^lich zu -berücksichtigen, weil auch diese theils nur Ein Jahr lang, itheils viele Jahre leben. Ferner sind dieselben Naturwesen lang- slebend und von Natur gesund, oder findet eine Trennung stattzwischen dem Kurzlebenden uud dem Kränklichen, oder ist es so, jdaß bei manchen Krankheiten die natürliche Kränklichkeit des Kör- >pers Hand in Hand geht mit dem kurzen Leben, während beiandern Krankheiten Kränklichkeit und langes Leben bei einandersein können? Was nun Schlaf und Wachen betrifft, so ist da-von bereits die Rede gewesen, Leben und Tod werden wir nach-her noch besprechen, ebenso auch Krankheit und Gesundheit, soweitdieß in die Naturphilosophie einschlägt; jetzt aber müssen wir,wie gesagt, nach der Ursache fragen, warum die einen Wesen einlanges, die andern ein kurzes Leben haben. Dieser Unterschiedbetrifft einmal ganze Gattungen im Vergleich mit andern Gat-tungen, theils die zu Einer Art gehörigen Wesen, im Vergleich ^