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welche nicht sülche Ursachen in sich schließen, wie wir sie ange-geben haben, sondern ganz fernliegende entweder hinsichtlich derZeit oder des Orts oder der Größe, oder welche nichts derartan sich haben, bei welchen aber die Träumenden auch nicht diePrincipien der Träume in sich selber haben, — bei diesen ist,wenn nicht etwa das Voraussehen ganz zufällig ist, die folgendeAuffassung sicher richtiger als die Ansicht des Demokrit, welcherdie Ursache sucht in Bildern und Ausströmungen. Wie nemlich,wenn das Wasser oder die Lust durch etwas in Bewegung gesetztwird, dadurch wieder ein anderes bewegt wird und so, wenn auchdas frühere Bewegende nachgelassen hat, doch eine solche Bewe-gung fortschreiten kann, bis sie irgendwo stillesteht, trotzdem daßdas Bewegende nicht mehr da ist, — so ist es auch ganz wohlmöglich, daß irgend eine Bewegung und Wahrnehmung zu denträumenden Seelen hingelange, (woraus denn Demokrit seineBilder und Ausströmungen macht), daß diese Bewegungen, welcheauf irgend eine beliebige Weise hingelangen, mehr wahrnehmbarsind bei Nacht, weil die bei Tag anlangenden Bewegungen sichleichter auflösen, (die Luft ist ja doch bei Nacht weniger unruhig,weil da mehr Windstille herrscht) und daß sie so in dem Körpereine Wahrnehmung Hervorbringen vermittelst des Schlafs, weilman im Schlaf auch die geringen inneren Bewegungen leichterwahrnimmt, als im wachen Zustand. Diese Bewegungen nunbringen Einbildungen hervor, in Folge deren man das voraus-sieht, was im betreffenden Fall vermutlich eintreten wird. Unddieß ist der Grund, daß diese Affektion sich bei jedem findenkann, nicht bloß bei den Verständigsten. Denn sie würde beiTag eintreten und den Weisen zu Theil werden, wenn sie vonder Gottheit käme, so aber ist es zu begreifen, daß jeder in dieZukunft schauen kann; denn das Denken gewöhnlicher Menschenist nicht berechnend, sondern eigentlich öd und ohne allen Gehalt,und wenn es eigentlich bewegt ist, wird es ganz von dem Be-wegende» getrieben. Und wenn manche Verrückte in die Zukunftsehen, so liegt der Grund darin, daß die ihnen eigentümlichenBewegungen sie nicht hemmen, sondern von ihnen zurückgestoßenwerden, daher sie am meisten die fremdartigen Bewegungen wahr-