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L denn auch viele Träume gar nicht in Erfüllung gehen; denn dieI zufälligen Vorgänge charakterisiren sich ja eben dadurch, daß sieP weder immer noch gewöhnlich eintreten.
^ Zweites Kapitel.
A Ueber die Befähigung einzelner Menschen zu bedeutungsvollen Träumenk und über die Art der Träume.
^ Ueberhaupt, da ja auch andere Thiere außer dem Menschen
Ä Träume haben, so können diese nicht wohl von der Gottheit ge-
U sendet sein und man hat nicht hierin ihren Ursprung zu suchen,
H wohl aber sind die Träume etwas Dämonisches, ihre Natur ist
8 dämonisch, aber nicht göttlich. — Dieß sieht man daraus, daß
ff ganz gewöhnliche Menschen fähig sind, in die Zukunft zu schauen
A und bedeutungsvolle Träume zu haben, woraus man sieht, daß
h nicht die Gottheit die Träume sendet, sondern Manche, die etwa
^ von Natur geschwätzig und melancholisch sind, haben eben deß-
s! wegen mancherlei Gesichte; weil sie nemlich viele und mancherlei
ff Bewegungen haben, so gerathen sie auf entsprechende Anschauun-
gen und treffen so in manchen Fällen das Richtige, wie Manche,rs die beim Theilen das Gerade eben treffen; wie man denn auch
,«! zu sagen pflegt: „wer Vieles wirft, wird bald so, bald so wer-
is sen"; dasselbe trifft auch in unserem Fall zu. Darüber aber,daß vielen Träumen die Wirklichkeit nicht entspricht, darf man, sich nicht wundern, denn auch die Zeichen an den Körpern und
! am Himmel, z. B. die auf Regen und Wind sich beziehenden,
treffen nicht immer ein: sobald nemlich eine andere Bewegung! eintritt, welche stärker ist als die in solchen Zeichen-liegende, so
j erfüllt die letztere sich nicht. So wird ja auch Manches, was
j ausgeführt werden sollte, trotz vorhergehender sorgfältiger Ueber-
- legung zu nichts, weil andere, stärkere Ursachen dazwischen treten,
s Ueberhaupt tritt eben nicht alles ein, was zu erwarten war, und
j man darf das Zukünftige und das Erwartete, Vermuthliche, nicht
identificireu, aber doch muß man die Ursachen angeben, welche dieAusführung hinderten, und hierin liegen eben die Anzeichen da-^ von, daß Manches nicht geschieht. Was aber die Träume betrifft,