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Bewegungen groß zu sein. Dieß sieht man an dem, was häufigim Schlaf stattfindet: man glaubt Blitz und Donner zu ver-nehmen, wenn nur ein schwacher Ton zu den Ohren dringt, undman meint Honig und süßen Saft zu genießen, wenn ein kleinwenig Schleim hinabströmt, und ebenso glaubt man durch einFeuer zu gehen und heiß zu werden, wenn nur eine ganz unbe-deutende Erwärmung dieses oder jenes Glieds stattfindet. Wennman dann aufwacht, so entdeckt man den wirklichen Sachverhalt.Da nun die Anfänge in allen Dingen klein sind, so ist dießoffenbar auch so bei den Krankheiten und sonstigen körperlichenZuständen, die sich noch erst entwickeln. Somit ist klar, daßdiese Zustände im Schlaf deutlicher sein müssen, als im wachenZustand. Es ist aber auch wohl zu erklären, daß manche imSchlaf eintretende Einbildungen Ursachen werden von den einemJeden eigenthümlichen Handlungen: denn wie wir Handlungen,die wir zu thun im Begriff waren, oder eben thaten, oder schongethan haben, oft auch noch im Traum fortsetzen und uns damitbeschäftigen, (der Grund hiefür liegt darin, daß die Bewegungdurch die am Tag stattgehabten Anfänge schon eingeleitet ist,) somüssen umgekehrt auch die im Schlaf stattfindenden Bewegungenoft Ausgangspunkt sein für die am Tag vollbrachten Handlungen,weil auch das Denken dieser letzteren eingeleitet ist durch die nächt-lichen Einbildungen. Auf diese Weise also ist es wohl denkbar,daß manche Träume Anzeichen und Ursachen sind. Die meistenaber sind offenbar zufällige Vorgänge, besonders alle die, welchein weite Ferne reichen und deren Ausgangspunkt nicht im Sub-jekt selbst liegt, die vielmehr z. B. mit Seeschlachten und fernenEreignissen sich beschäftigen; diese sind doch wohl ganz ebenso zubehandeln, wie wenn etwa Einer an eine Sache denkt und diesenun gerade zum Vorschein kommt: dasselbe kann ganz wohl auchim Schlaf der Fall sein. Ja hier wird es noch viel mehr sosein. Wie nun aber die Erinnerung an eine bestimmte Personweder Anzeichen noch Ursache davon ist, daß diese Person nunselber auftritt, so ist auch dort der Traum für den, der ihn ge-habt hat, weder Anzeichen noch Ursache davon, daß das Geträumtewirklich Antritt, sondern lediglich nur zufälliger Vorgang. Daher