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Produkten der Einbildungskraft haben. Traum ist vielmehr dieEinbildung, welche von der Bewegung der sinnlichen Wahrneh-mungsobjekte ausgeht, so lang man wirklich im Zustand desSchlafs sich befindet. — Bei Manchen ist es auch schon vorge-kommen, daß sie in ihrem ganzen Leben keinen Traum gehabthaben. Es ist dich zwar freilich selten, kommt aber immerhinvor. Bei den Einen bleibt es immer so, bei Anderen aberkommen Träume vor, wenn sie in den Jahren weiter vorgerücktsind, während sie vorher keine Träume gehabt haben. Manmuß dieses Nichtvorkommcn von Träumen sich ähnlich erklären,wie die Thatsache, daß beim Schlaf gleich nach dem Essen keineTräume Vorkommen und daß kleine Kinder nicht träumen; istnemlich ein Mensch von solcher Konstitution, daß eine starkeAusdünstung nach oben sich drängt, welche dann wieder herab-strömt und so eine starke Bewegung hervorbringt, so ist es leichtzu begreifen, daß da keine Produkte der Einbildungskraft zumVorschein kommen. In vorgerücktem Alter aber können dieTräume sich ganz wohl einstellen; denn wenn eine Veränderungvor sich geht, wie sie entweder das Alter oder irgend eine Affek-tion mit sich bringt, so muß nothwendig dieser Umschlag in'sGegentheil eintreten.
Von der Traumdeutung.
Erstes Kapitel.
Thatsache dieser Wahrsagerei. Verschiedenheit und Ursprung der Träume.
Was die Wahrsagung betrifft, welche im Schlaf und aufden Träumen beruhen soll, so darf man darüber nicht allzu ge-ringschätzig denken, aber der Sache auch nicht ohne weiteresGlauben schenken. Die Thatsache, daß die Meisten oder gar Alleden Träumen eine auf die Zukunft deutende Kraft beilegen, hatetwas Ueberredendes, weil dieser Glaube auf Erfahrung zu beruhenschÄnt, und daß in manchen Fällen aus den Träumen die Zukunft