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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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den anatomischen Untersuchungen ergibt. Wenn nun die vonaußen her kommende Nahrung eingeht in die zu ihrer Aufnahmebestimmten Räume, so erfolgt die Ausdünstung in die Adern,dort aber verändert sie sich und geht über in's Blut und sogelangt sie hin zu dem Ausgangspunkt. Hierüber ist in denUntersuchungen ') über die Nahrung gesprochen worden; setzt abermüssen wir wieder darauf zurückkommen, um die Anfänge derBewegung uns klar machen zu können und zu finden, welcherProceß in dem Wahrnehmungsorgan, d. h. überhaupt in demOrgan der sinnlichen Thätigkeit vor sich gehen muß, damitWachen und Schlafen eintritt. Man hat sich nemlich unter demSchlaf nicht irgend ein Unvermögen des Sinnesorgans vorzu-stellen, wie schon bemerkt worden ist; ein solches Unvermögen istja auch die Folge von Erstickung, von Geistesverwirrung undvon Ohnmacht. Bei Manchen sind auch schon bei starker Ohn-macht Einbildungen vorgekommen. Hierin liegt also eine Schwie-rigkeit; ist es nemlich möglich, daß der Ohnmächtige schlafe, soist es wohl auch möglich, daß die Einbildung ein Traum sei.Auch reden oft die, welche in tiefe Ohnmacht gefallen sind undtodt zu sein schienen, worüber in der Hauptsache das Gleichegilt. Allein wie gesagt, der Schlaf ist nicht ein völliges Unver-mögen des Sinnesorgans, sondern er ist ein Zustand, welcheraus der mit der Nahrung unmittelbar zusammenhängenden Aus-dünstung entsteht; das Ausdünstende muß nemlich bis zu einemgewissen Punkt fortbewegt werden, hierauf umkehren und sichverwandeln, wie das Wasser in einer Meerenge. Das Warmeaber dringt in jedem Thier seiner Natur nach nach oben, wennes aber in den obern Räumen angelangt ist, so kehrt es wiederinsgesammt um und bewegt sich nach unten. Deßhalb entstehtauch der Schlaf am häufigsten in Folge der Nahrung, denn eineMenge Feuchtigkeit, welche sich dann ansammelt, und das Kör-perliche steigt nach oben. Wenn es nun stillesteht, so bewirkt esein Gefühl der Schwere und macht, daß man einschläft; wennes aber nach unten sinkt und also umkehrt und das Warme

p Es ist nicht klar, was damit gemeint ist.