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gewachsene Luft, welche, wie man sieht, sich hebt und senkt. Ließsieht man deutlich bei den Insekten mit ungespaltenen Mügeln,wie z. B. an den Wespen und Bienen, auch an den Fliegenu. s. w. Nun ist es aber unmöglich eine Bewegung oder eineWirkung hervorzubringen ohne Kraft, diese Kraft aber wird her-vorgebracht durch das Anhalten des Athems, bei denen, welcheLuft einnehmen, durch Anhalten der von außen kommenden Luft,bei den nicht einathmenden durch Anhalten der ihnen einge-wachsenen Luft. Deßhalb bringen, wie man beobachten kann,die geflügelten Insekten ein summendes Geräusch hervor, welchesentsteht durch die Reibung der Luft, welche an das Zwerchfellder Ganzflügler anschlägt. Eine Bewegung aber setzt immer eineWahrnehmung voraus, (sei es eine eigene oder eine fremde,)welche in dem ursprünglichen Sinnesorgan ihren Sitz hat. Wennnun Wachen und Schlafen Zustände dieses Organes sind, so istklar, in welchem Raum und in welchem Theil ursprünglich undeigentlich Schlaf und Wachen ihren Sitz haben. — Manche be-wegen sich im Schlaf und vollziehen Handlungen, welche mansonst nur wachend thut, jedoch nicht ohne eine gewisse Vorstellungund Wahrnehmung; denn der Traum ist gewissermaßen ein Ob-jekt der Wahrnehmung. Hierüber müssen wir später noch reden.Warum man aber an die Träume nach dem Aufwachen sich er-innert, nicht aber an jene eigentlich ein Wachen voraussetzendenHandlungen, ist eine offene Frage.
Drittes Kapitel.
Ursachen und Entstehung des Schlafs.
Wir müssen nun weiter auf die Frage eingehen, durchwelche Vorgänge und Ursachen dieser Zustand des Schlafens undWachens entsteht. Man weiß: das Thier, wann es sinnlicheThätigkeit hat, muß nothwendig zuerst Nahrung einnehmen undwachsen, die Nahrung in letzter Beziehung aber ist für die Thiere,welche Blut haben, die Natur des Bluts, für die blutlosen Thiereetwas Entsprechendes; der Sitz des Bluts aber sind die Adernund der Ausgangspunk! der Adern ist das Herz, was sich aus