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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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fortstößt, dann entsteht der Schlaf nnd das Thier schläft. EinenBeweis hiefür findet man in den Mitteln znm Einschläfern, siebewirken nemlich alle eine Schwere im Kopf, mag man sie essenoder trinken, wie z. B. Mohn, Alraun, Wein, Lolch; ein solcherZustand scheint einzutreten beim Einschlafen und Einnicken, manist ja nicht im Stand, den Kopf in die Höhe zu heben nnd dieAugenlider offen zu halten. Ein solcher Schlaf folgt besondersauf das Essen; denn aus den Speisen entsteht eine starke Aus-dünstung; ebenso aber folgt der Schlaf auch auf manche an-strengende Arbeiten, denn die Anstrengung ist auflösend und dieAuflösung ist eine Art unverdaute Nahrung, wenn sie nicht kaltist. Das Gleiche wird auch bewirkt durch manche Krankheiten,sofern diese entstehen aus einem Uebcrschuß von Feuchtem undWarmem, wie es z. B. der Fall ist bei Fieberkranken und Schlaf-süchtigen. Ferner ist es so im frühsten Alter, indem ja diekleinen Kinder viel schlafen, weil alle Nahrung nach oben dringt.Ein Beweis hiefür liegt darin, daß im frühsten Alter die Größeder oberen Theile überwiegt im Vergleich mit den unteren, weilnemlich das Wachsthum auf jene sich wirft. Aus diesem Grundentstehen auch epileptische Zustände; denn der Schlaf läßt sichmit der Epilepsie vergleichen, ja er ist in gewissem Sinn eineArt Epilepsie. Deßhalb haben auch Viele die ersten epileptischenAnfälle im Schlaf und überhaupt nur im Schlaf, während sieim wachen Zustand davon verschont bleiben; wann nemlich derDunst in großer Menge sich nach oben bewegt und dann wiederherunter kommt, so füllt er die Adern übermäßig an und drücktden Kanal zusammen, durch welchen das Athmen vor sich geht.Aus diesem Grund ist der Wein nicht gut für Kinder und ebensowenig für Ammen, es ist nemlich so gut als kein Unterschied,ob die Kinder selbst trinken oder die Ammen sondern diesesollten den Wein nur in kleinem Quantum und mit Wasser ver-mischt trinken; der Wein ist nemlich etwas Dampfartiges, ganzbesonders der dunkle. Bei den kleinen Kindern sind aber dieoberen Theile mit Nahrung so augefüllt, daß sie in den erstenfünf Monaten den Nacken gar nicht drehen können; es dringtnemlich eine Menge Feuchtigkeit nach oben, wie bei den stark