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beständige, ununterbrochene, freiwillige Bewegung nicht möglich ist,und da endlich, auf Grund des wirklichen Sachverhalts, demSchlaf, als einem Zustand des Ausruhens, dieser Uebergang bei-gelegt wird, so folgt daraus, daß der Schlaf die Erhaltung derlebenden Wesen zum Zweck hat. Das Wachen aber ist Endzweck;denn das Wahrnehmen und das Denken ist Endzweck bei allenWesen, welchen das eine oder andere zukommt; diese Funktionensind nemlich die besten, das beste aber ist eben der Endzweck. Alsomuß nothwendig jedem lebenden Wesen der Schlaf zukommen.Diese Notwendigkeit verstehe ich übrigens hypothetisch, nemlich inder Voraussetzung, daß ein Thier seine Natur behalten soll, mußihm nothwendig Manches zukommen, und wenn dieses, so wiederAnderes. — Hiernach ist die Frage zu beantworten, was für eineBewegung und Handlung im Körper vor sich gehen muß, damitbei den Thieren das Wachen und Schlafen zu stände komme.Wir müssen nun annehmen, daß die Ursachen dieses Zustandsbei den andern Thieren entweder dieselben sind oder doch analogmit denen bei den Blut habenden Thieren, bei diesen aber wiebeim Menschen, so daß sich die weitere Untersuchung hieran an-schließen muß. Wir haben nun anderswo näher bestimmt, daßder Anfang der Wahrnehmung bei den Thieren von demselbenTheil ausgeht, von welchem der Anfang der Bewegung. DieserAnfangspunkt aber ist, da wir drei Orte bestimmt haben, der-jenige Ort, welcher in der Mitte liegt zwischen dem Kopf unddem Unterleib. Bei den Thieren nun, welche Blut haben, istdieser Theil derjenige, welcher um das Herz her liegt; denn alleThiere, welche Blut haben, haben ein Herz, und hier liegt ebender Punkt, von welchem die Bewegung und die Wahrnehmungursprünglich ausgeht. Es ist nun klar, daß der Anfang derAthembewegung und überhaupt der Anfang der Abkühlung hierzu suchen ist, und die Natur hat das Athmen und die Abküh-lung durch Feuchtigkeit eingerichtet zur Erhaltung des in diesemTheil befindlichen Warmen. Hierüber wird später noch besondersdie Rede sein. Dagegen bei den blutlosen Thieren, bei den In-sekten und bei denen, welche keine Luft in sich aufnehmen, ist derAnfang ln dem entsprechenden Theil, denn hier ist es die ein-