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der Tastsinn und der Geschmackssinn bei allen sich findet, außerwenn etwa ein Thier unvollkommen ist, (hierüber s. Näheres inden Untersuchungen über die Seele); und da es nun unmöglichist, daß das schlafende Thier auch nur irgend eine sinnliche Wahr-nehmung mache, so folgt daraus, daß uothwendig allen Thierender nemliche Zustand zukomme, wenn sie, wie wir es heißen, schla-fen ; denn wenn dieser Zustand ihnen nur in gewisser Beziehungzukäme, in anderer aber nicht, so müßten sie eben in letzterer Be-ziehung während des Schlafs Wahrnehmungen machen, dich istaber unmöglich. Nun müssen wir in Beziehung auf jeden Sinneinerseits etwas Eigenthümliches, andererseits etwas Allgemeinesunterscheiden; eigenthümlich ist z. B. das Sehen beim Gesichts-sinn, das Hören beim Gehörsinn, und so in gleicher Weise beiden übrigen Sinnen; es gibt aber daneben auch ein allgemeinesVermögen, welches neben allen Sinnen hergeht, womit wir auchdas wahrnehmen, daß wir hören und sehen, denn daß man sicht,das sieht man doch nicht vermittelst des Gesichtssinnes. Daßferner das Süße verschieden ist vom Weißen, unterscheidet mandoch — und kann man unterscheiden — weder durch den Ge-schmackssinn, noch durch den Gesichtssinn, noch durch beide zu-sammen, sondern durch ein gewisses Organ, welches allen Sinnengemeinsam ist. Denn es gibt Einen solchen einheitlichen Sinnund das eigentliche Organ der sinnlichen Wahrnehmung ist Eines;das Wesen der Wahrnehmung ist dann aber ein besonderes fürjegliche Gattung, wie z. B. für Geräusch und Farbe. DiesesGemeinsame verbindet sich ganz besonders mit dem Tastsinn;denn dieser Sinn ist getrennt von den übrigen Sinnen, währenddie letzteren vom Tastsinn nicht getrennt sind. Hierüber ist dasNähere gesagt in den Untersuchungen über die Seele '). Hiernachist klar, daß das Wachen und das Schlafen ein Zustand, eineAffektion dieses Sinnes ist. Darum kommt es auch allen Thierenzu, denn auch der Tastsinn allein kommt allen zu. Wenn nem-lich das Schlafen darauf beruhte, daß allen Sinnen ein gewisserZustand zukäme, so wäre es doch nicht zu begreifen, warum die
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i) vd »L. H. 8.