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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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die auf der Oberfläche liegende Farbe wird eine ungleiche Be-wegung Hervorbringen, sofern sie unbewegt ist, rcsp. von demSubstrat bewegt wird. Deßhalb erscheint sie auch verschiedenund weder weiß noch schwarz. Also wenn cs nicht möglich ist,daß es eine unsichtbare Größe gebe, sondern alle Größe voneinem gewissen Abstand aus sichtbar ist, so ist wohl auch da einegewisse Mischung der Farben. Und so kann auch ganz wohlbei Betrachtung aus der Ferne eine gewisse gemeinsame Farbeerscheinen; denn daß es keine unsichtbare Größe gibt, ist nachhernoch zu untersuchen. Es findet aber eine Mischung der Körperstatt nicht bloß auf die Weise, welche Manche allein annehmen,so nemlich, daß das Kleinste neben einander gestellt wird, füruns nicht wahrnehmbar, sondern überhaupt so, daß allesdurcheinander gemischt wird, wie dies; in der Untersuchung derMischung im allgemeinen dargclegt ist. Auf die erste Art nem-lich kann nur das gemischt werden, was in's Kleinste zerlegtwerden kann, wie z. B. Menschen, Pferde oder die Samen;von den Menschen ist nemlich einer der kleinste, von den Pferdenist eines auch das kleinste; also durch die Nebeneinanderstellungder einzelnen entsteht die Mischung, welche alle einzelne in sichbegreift; dagegen sagen wir nicht, daß Ein Mensch mit EinemPferd gemischt sei. Was aber nicht in's Kleinste sich zerlegenläßt, das kann auch nicht auf die ebengenannte Weise gemischtwerden, sondern nur durch gänzliche Mischung, was auch zumeistbei der Mischung der Fall ist. Wie aber dieß vor sich gehenkann, ist schon bei der Untersuchung der Mischung erklärt wor-den. Daß nun bei einer Mischung der Körper auch die Far-ben gemischt werden müssen, ist klar und hierin liegt die Haupt-ursache dafür, daß es viele Farben gibt, nicht aber in dem Liegenauf der Oberfläche oder in der Nebeneinanderstellung; es istnemlich nicht so, daß das Gemischte nur aus der Ferne, nichtober aus der Nähe betrachtet Eine Farbe hätte, sondern allent-halben. Eine Vielheit von Farben aber muß sich ergeben, weildie Verhältnisse der Mischung gar mannigfaltig sein können undbald auf Zahlen beruhen, bald nur auf einem Mehr und We-niger. Und was nun sonst von den neben einander liegenden