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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
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verhältnißmäßigen Mehr oder Weniger; es kann hiebei ganz k -dasselbe stattfinden wie in der musikalischen Harmonie: die Far- ! !ben nemlich, welche auf richtigen Zahlenoerhältnissen beruhen, i.isind, wie in der Musik, die lieblichsten Farben, wie z. B. das !snatürlich Purpurne, das Rothgcfärbte und einiges Andere der rsArt, doch weniges, weßhalb eben auch der harmonischen Klänge !wenige sind; die andern Farben dagegen beruhen nicht ausZahlen; oder kann man auch sagen, alle Farben beruhe» aufZahlen, aber die einen in einer bestimmten Ordnung, die andern ffohne eine solche, und diese letzteren haben diese Beschaffenheit, lwann sie nicht rein sind, d. h. nicht auf Zahlenoerhältnissen ^beruhen. ' ir

Dieß ist nun eine Art und Weise, wie die Farben ent- ^stehen: eine andere ist die, daß sie durch einander hindurchschei- ksnen, wie es z. B. manchmal die Maler machen, wenn sie eine s-Farbe auf eine andere kräftigere auftragen, z. B. wenn sie etwas s-

so darstellen wollen, daß es im Wasser oder in der Luft sichtbar i

ist; ebenso ist es auch bei der Sonne, welche an und für sichweiß erscheint, aber purpurroth durch Nebel und Dunst hindurch. . s

Und auf eine ganz ähnliche Art und Weise werden noch andere tFarben entstehen: es wird dabei ein gewisses Vcrhältniß zu sGrund liegen zwischen dem, was auf der Oberfläche, und dem, ^was in der Tiefe ist; oft mag aber überhaupt oon einem Vcr- -

hältniß abzusehen sein. Die althergebrachte Behauptung nun, ^

die Farben seien Ausströmungen und dieß sei die Ursache, warumsie gesehen werden, ist ganz unhaltbar; denn die nothwendige , >Folge hieoon ist, daß man die Wahrnehmung durchaus durch iBerührung zu Stande kommen lassen muß, daher es besser ist,einfach zu sagen: die Wahrnehmung entstehe dadurch, daß das ldie Wahrnehmung Vermittelnde oon dem Gegenstand der Wahr- ^nehmung bewegt werde, also durch Berührung und nicht durchAusströmungen. Bei dem nun, was neben einander liegt, muhman, wie eine nicht sichtbare Größe, so auch eine nicht wahr-nehmbare Zeit annehmen, damit die Bewegungen unbemerkt Dherankommen und Ein Totaleindruck entsteht, sofern alles zugleich !sichtbar wird. Allein hier ist keine solche Nothwendigkeit, sondern I