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ist immer gewissermaßen in höherem Grad thätig, weil der Sohr ' Ssein Produkt ist. Dieß finden wir ja auch sonst, sofern doch ', ^jedermann wohlwollend gesinnt ist gegen sein eigenes Produkt, s ^Der Vater also ist doch wohlwollend gesinnt gegen den Sohn ij 'als sein Produkt und wird dabei bestimmt durch Erinnerung s! ^und Hoffnung, und dieß ist der Grund, weßhalb der Vater den '! iSohn mehr liebt, als der Sohn den Vater. s '
Wir müssen übrigens auch die sonstigen Arten von Freund- j !schaft, welche gewöhnlich genannt werden, darauf ansehen, ob sie t iwirklich diesen Namen verdienen. So halt man z. B. das > IWohlwollen für Freundschaft. Im allgemeinen wird man nun ; ^dieß kaum zuzugeben geneigt sein. Es kommt ja oft vor, daß 5 'wir gegen Manchen wohlwollend gesinnt sind, weil wir etwas r !Gutes von ihm hören oder sehen. Sind wir nun damit auch s Ischon seine Freunde oder nicht? Wenn z. B. Einer, — was i ^ja wohl sein kann, — gegen den in Persien befindlichen Darms "wohlwollend gesinnt ist, so ist er damit doch nicht unmittelbar > 'auch ein Freund des Darms. Wohl aber kann man sagen, .das Wohlwollen sei der Anfang der Freundschaft und zwar wirddas Wohlwollen zur Freundschaft, wenn der Wunsch sich dazugesellt, das Gute, welches man zu thun im Stand ist, wirklichzu thun um desjenigen willen, gegen welchen man wohlwollendgesinnt ist. Das Wohlwollen bezieht sich ferner auf den Cha- srakter und gehört dem Charakter an. Man sagt ja nicht, es ^sei jemand wohlwollend gesinnt gegen den Wein oder sonst etwas ^Unbelebtes, was gut oder angenehm ist. Wohl aber empfinden !
wir Wohlwollen gegen einen Menschen, welcher einen tugend- 1 I
haften Charakter besitzt. Ferner ist das Wohlwollen nicht von ^
der Freundschaft zu trennen, sondern liegt auf demselben Gebiet s
wie diese, und dieß ist auch der Grund, weßhalb man es mit , "
der Freundschaft selbst verwechselt. Die Einmüthigkeit sodann ! '
ist verwandt mit der Freundschaft, sofern man sie nemlich im ^ !
eigentlichen und strengen Sinn faßt. Denn wenn Einer z. B. ! '
die philosophische Anschauung des Empedokles theilt und von den ^
Elementen dieselbe Ansicht hat, wie dieser, so kann man doch ! !wohl nicht sagen, daß er und Empedokles einmüthig seien, so j