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nicht möglich ist. Es wäre ja doch widersinnig, wenn Einer !
behaupten wollte, er sei ein Freund des Zeus. Ebensowenig -
kann von den unbeseelteu Dingen die Freundschaft erwidert werden. sjFreilich findet auch hier eine gewisse Freundschaft statt, wie es ij
z. B. Freunde des Weins und dergleichen gibt. Allein aus dem ^
angegebenen Grund haben wir cs hier weder mit der Freund- jschuft zu Gott noch mit der Freundschaft zu den unbeseelten f
Dingen zu thun, sondern mit der Freundschaft zu den beseelten s
Wesen und zu solchen, bei welchen eine Erwiderung der Freund- sschaft stattfiudet. ^
Wenn man nun hienach fragt, was der Gegenstand der jFreundschaft ist, so ist zu sagen: nichts Anderes als das Gute. 5
Allein man muß unterscheiden zwischen dem, was Gegenstand f!
der Freundschaft sein kann und dem, was es sein muß, wie :
man unterscheidet zwischen dem, was mau wünschen kann und f
dem, was man wünschen muß; Gegenstand des Wunsches über- k-Haupt ist das schlechthin Gute, nothwendigcr Gegenstand ist dasindividuelle Gute. So ist auch Gegenstand der Freundschaft püberhaupt das schlechthin Gute, nothwendigcr Gegenstand aber ^das individuell oder subjektiv Gute. Das, was nothwendigGegenstand der Freundschaft ist, ist dieß auch überhaupt, nicht zs
aber ist es umgekehrt. Hknn mm ist die Frage begründet, ob ij
der Tugendhafte ein Freund des Schlechten sein kann oder nicht? ^
Das subjektiv Gute ist nemlich eng verknüpft mit dem schlecht- ^
hin Guten, wie das, was Gegenstand der Freundschaft sein muß, smit dem, was es sein kann. Es ist ferner mit dem Guten auchdas Angenehme unmittelbar verbunden, ebenso auch das Nützliche.
Nun ist die Freundschaft der Tugendhaften darauf begründet,daß eine Gegenseitigkeit der Gefühle stattfindet. Sie sind Freunde i!von einander, sofern sie Gegenstand der Freundschaft sind unddieß sind sie, sofern sie gut sind. Kann also der Tugendhafte ^nicht ein Freund des Schlechten sein? Allerdings kann er es .
sein. Da nemlich, wie gesagt, das Nützliche und das Ange- ,f
nehme mit dem Guten eng verknüpft sind, so kann der Schlechte j
Freund sein, sofern er angenehm ist, und ebenso auch, sofern ernützlich ist. Allein eine solche Freundschaft bezieht sich nicht j