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eigentlich ans das, was Gegenstand der Freundschaft ist. Gegen-stand der Freundschaft soll ja das Gute sein, der Schlechte aberist es in diesem Sinn nicht, er ist Freund nur mit Rücksichtans das, was Gegenstand der Freundschaft sein muß. Es gehenucmlich von der vollkommenen Freundschaft, welche zwischenTugendhaften stattfindct, diese zwei weiteren Arten der Freund-schaft aus: die, welche auf dem Angenehmen, und die, welcheauf dem Nützlichen beruht. Wer nun Freund ist mit Rücksichtauf das Angenehme, hat nicht die aus das Gute begründeteFreundschaft, und ebenso wenig der, welcher Freund ist mitRücksicht auf das Nützliche.
Diese drei Arten von Freundschaft, die, welche auf demGuten, die, welche auf dem Angenehmen und die, welche aufdem Nutzen beruht, sind zwar nicht identisch, aber auch nichtganz verschieden von einander, sondern sie haben in gewissemSinn Eine und dieselbe Wurzel. So gebrauchen wir ja auchdie Bezeichnung „ärztlich" von einem Messer, einem Menschenund der Wissenschaft; aber nicht in Einem und demselben Sinn;das Messer nennen wir so, weil es nöthig ist für die Chirurgie,den Menschen, sofern er die Gesundheit herzustellen weiß, unddie Wissenschaft, sofern sie Ursache und Princip der Gesundheitist. Ebenso ist nun auch die Freundschaft, welche auf demGuten beruht, also die Freundschaft der Tugendhaften, zu unter-scheiden von der Freundschaft, welche ans dem Angenehmen be-ruht, und beide wieder von derjenigen, welcher der Nutzen zuGrunde liegt; doch ist die Namensglcichheit nicht bloß äußerlichzu fassen, sondern, obwohl sic nicht identisch sind, so bewegensic sich doch so ziemlich ans dem gleichen Gebiet und stammenaus derselben Quelle. Wenn man also sagt: wer mit Rücksichtauf das Angenehme Frcnudschaf! mit einem Andern schließt, istnicht eigentlich der Freund dieses Andern, sofern er ja seineFreundschaft nicht ans Rücksicht auf das Gute geschlossen hat,so beschränkt man sich eben ans die Freundschaft der Tugend-haften, welcher alles dies; zu Grunde liegt, das Gute, das An-genehme und das Nützliche. Es ist also freilich keine Freund-schaft im Sinn dieser Freundschaft der Tugendhaften, aber doch