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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
Entstehung
Seite
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nemlich verschieden von der Wirkung und wenn mein von Ursoche 8spricht, so thut man dieß abgesehen von dem Trieb, welcher das gGute erreicht, wie wenn man von der Ursache davon spricht, «f

daß man ein Uebel vermeidet oder ein unerwartetes Gut ge- -

winnt. Diese Art von Glück ist von sener verschieden und be-ruht offenbar auf einem Umschlag der Verhältnisse, ist also Glück tin accidentellem Sinn. Jedenfalls ist für die Glückseligkeit das- f

jenige Glück von größerer Bedeutung, wobei im Subjekt selbst !

das Princip des Triebs auf Erlangung des Guten liegt. Daalso die Glückseligkeit nicht vorhanden ist ohne die äußeren Güter, Idiese aber, wie gesagt, eine Wirkung des Glückes sind, so ergibt ck

sich daraus, daß das Glück mitwirkt zur Glückseligkeit. So- ^!

viel vom Glück. ,

Neuntes Kapitel. s

Von der Kalokagathie, der vollendeten Sittlichkeit. s

Nachdem wir nun über die einzelnen Tugenden gesprochen t

haben, wird es zweckmäßig sein, das im einzelnen Gesagte zu- lsammenzufassen und ein Gesnmmtresultat festzustellen. Es ist !

nun ein ganz gut gewählter Ausdruck, den man von dem durch >

und durch Tugendhaften gebraucht, wenn man ihm die vollendeteSittlichkeit beilegt. Sittlich vollendet ist eben der, welcher durchund durch tugendhaft ist. Man wendet diese Bezeichnung auf sdie Tugend an: so gebraucht man sie vom Gerechten, vom i

Muthigen, vom Maßvollen, überhaupt vom Tugendhaften. Nun zunterscheiden wir zweierlei, einmal das, was wir sittlich, sodann üdas, was wir gut nennen; vom Guten ist ferner das eine schlecht- jhin gut, das andere nicht; sittlich ist z. B. die Tugend und die ^aus der Tugend hervorgehende Handlung; gut aber ist z. B. jHerrschaft, Reichthum, Ruhm, Ehre n. s. w.; nun ist derjenige ,jsittlich vollendet, für welchen das schlechthin Gute gut und das !schlechthin Sittliche sittlich ist. Damit haben wir die vollendete ;Sittlichkeit; nicht aber findet sich diese bei Dem, für welchen -das schlechthin Gute nicht gut ist, wie wir auch Gesundheit nicht !aussagen von einem Menschen, für welchen das schlechthin Ge- !