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6 (1891) Große Ethik [u.a.] Metaphysik
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müssen wir denn vom (äußeren) Glück reden und uns klar ma-chen, was man sich unter dem Glücklichen zu denken hat und lwo und in welcher Beziehung das Glück sich findet. Man könntenun bei einer näheren Betrachtung dieser Fragen auf Bedenken ?stoßen. Man kann nemlich, wie es scheint, einmal nicht sagen, tdaß das Glück Natur sei. Wenn nämlich die Natur Ursache '!

von etwas ist, so bringt sie dieses entweder nur oder zumeist inder gleichen Weise hervor. Beim Glück oder Zufall aber ist es .ganz anders, das Glück wirkt ohne Regel und so, wie es sich :

eben trifft, wie es eben fällt, weßhalb man auch in solchen Fällen !

vomZufall" redet. Ebensowenig kann man sagen, daß das :Glück eine Art von Verstand oder richtiger Vernunft sei. Denn iauch bei diesen findet sich ebenso die Regel, Stetigkeit und

Gleichmäßigkeit, was beim Zufall nicht so ist. Deßhalb ist auch :da, wo am meisten Verstand und Vernunft ist, am wenigsten sZufall, wo aber am meisten Zufall ist, da ist am wenigsten ^Vernunft. Aber ist wohl das Glück eine Art von göttlicherVorsehung? Dieb ist nicht wohl anzunehmen: denn als Aus- ^fluß des göttlichen Willens denken wir uns etwa das, daß so- ,wohl das Gute als das Böse den Menschen nach Verdienst zuTheil wird, während der Zufall und die Wirkungen des Zufallseben in Wahrheit so sind, wie es gerade fällt.. Wenn wir aber >dieses letztere, das Zufällige, der Gottheit zuschreiben, so machenwir sie zu einem schlechten oder ungerechten Richter; und dichkann man doch von der Gottheit füglich nicht aussagen. Nunist aber außer dem Genannten nichts mehr übrig, wohin manden Zufall oder das Glück stellen könnte; also folgt daraus,daß es eben in das Genannte zu setzen ist. Was nun Verstand,Vernunft und Wissen betrifft, so hat das alles offenbar mit demGlück nichts zu thun. Ebensowenig kann man die göttliche Vor-sehung oder das göttliche Wohlwollen mit dem Glück identisi-ziren, weil dieses ja auch bei den Schlechten sich findet, Gottes

Vorsehung aber nicht wohl zu Gunsten der Schlechten wirksam !

sein kann. Somit bleibt mir übrig, daß man das Glück in dienächste Verbindung setzt mit der Natur. Nun gehört Glück und l

Zufall zu dem, was nicht von uns nbhängt, dessen Thun und !