Druckschrift 
12 : (Continuationis VIII) (1849) 1408 - 1422
Entstehung
Seite
144
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Vor Jorg Sietenbeek, Vogt zu nersprugk, und dein Rathe daselbst klagt Peter der Müller,Schultheiss zu Regenspurg, gegen den zu Ilersprugk gefangen gehaltenen Conrat den Weisscnburgerals gegen einen Landräuber, der die Stadt Regenspurg beraubt habe. Dagegen erwidern die ehrbarenvesten Ritter Herr Stephan von Abttsperg und Herr Hans Slaufl'er sowie der dem Weisscnburgerzugetheilte Fürleger, der Weisscnburger habe gegen die von Regensburg gerichtlieh bestätigte An-sprüche, und habe selbe auch in die Acht gebracht, und so mit Recht beraubt. Als hierauf PeterMüller durch noch 6 andere Zeugen gemäss richterlicher Aufforderung bewiesen hatte, dass derWeissenburger auf des heiligen Reichs Strasse den Raub begangen hatte, ehe das Gericht seine An-sprüche und Klagen guthiess und bestätigte, so wird zu Recht erkannt, der Weissenburger sei hin-zurichten mit dem Schwert, und auf gleiche Weise auch derjenige zu bestrafen, der den Tod dessel-ben rächen würde. G. zu Hersprugk am Freitag nach St. Jacobstag des heiligen Zwölfboten.

Heinrich, Herzog in Beyern, entscheidet als erwählter Schiedsrichter über die Streitigkeitenseiner Getreuen, des Grafen Gorig zu Newnorttenberg und des Probstes von St. Nickla bei Passaw,dass Graf Gorig künftig keine Ansprüche an die obigem Probst von Gerichts wegen zuerkannten zweiGüter zu Nidern- und Obernach im Gerichte zu Griespach machen und alle gegenseitige Schaden-ersatzfoderungen ab sein sollen. G. zu Burkhausen an Sambtztag nach Sannd Jacobs tag. (c. S.)

Jorg Bischof zu Passau verpflichtet sich, dem Herzog Albrecht zu Oestreich und desselbenRäthen Reinprecht von Walsso Hofmaister und Hauptman ob der Ens, Leopold von Ekhartzaw undPilgreim von Puchaim in allen Sachen beygesländig zu seyn. G. zu Linz am Sambztag vor PetersTag ad Vineula. (c. Sig.)

Albrecht Herzog zu Oesterreich verspricht dem Bischof Jorig zu Passau -welcher sich ver-pflichtet hat des genannten Herzogs Rath zu seyn, hiefiir jährlich 150 Pfund Pfenning, welche dem-selben sein Ilubmaister Berchtolt von Mang ausbezahlen soll. G. zu Lynz am Siintag nach JacobsTag. (c. Sig.)

Derselbe weist dem Bischof Jörg zu Passau, welcher ihm an einer von seinem Vater demHerzog Albrecht herrührenden Schuld von 600 Pfund Pfenning jährlicher Gült 200 Pfund nachgelassenhat, 150 Pfund Pfenning auf den Nutzungen des Ungelts zu Vischamünde und Swabdorff, und200 Pfund auf den Nutzungen des Ungelts zu Wels an. D. ib. et eod. d. (c. Sig )

Ilaubt Marschalch zu Pappenheim verpflichtet sich gegen Jobst Herrn zu Abcnsperg, seinemSohne Hainreich welcher inner den nächsten sechs Jahren des genannten von Abensperg Tochter Annaheirathen soll, nach dieser lleirath inner Jahresfrist 1200 Gulden zu geben. Mitsiegler: SigmundMarschalch zu Pappenheim des obigen Bruder, Hadmar von Laber, und Ilainrich von Abbtsperg Mar-schalch. D. eod. d. fc. 4 Sig.)