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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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auch ganz wohl möglich, daß es gerecht ist, Ungerechtes zu sagen;denn wenn es gerecht ist, es zu sagen, ist das, was man sagt,noch nicht gerecht, ebenso wie es nützlich sein mag, etwas zu sa-gen, ohne daß die Sache selber nützlich ist. Ebenso ist es auchbei dem Gerechten. Also wenn das Gesagte ungerecht ist, sogewinnt der, welcher Ungerechtes sagt; er sagt ncmlich, was zusagen gerecht ist, ohne daß es deßhalb schlechthin gerecht wäre oderzu leiden gerecht wäre.

ScchsliildMllzigstes Kapitel.

Lösung der Schlüsse, welche gegen die Definition des Elenchos verstoßen.

Den gegen die Definition des Elenchos verstoßenden Schlüs-sen muß man, wie oben') angedcutet worden ist, so begegnen,daß man den Schlußsatz mit dem Gegentheil vergleicht, und obalso alles beobachtet ist, die Identität der Sache, der Beziehung,des Verhältnisses, der Art und Weise, der Zeit. Wenn aber derGegner gleich anfangs fragt, so muß man nicht zugeben, daß esunmöglich sei, daß ebendasselbe doppelt und nicht doppelt sei, son-dern man muß sagen, es sei möglich, aber nicht in der Bezie-hung, bei welcher eine Widerlegung darauf gegründet werdenkann. Hierauf beruhen alle dergleichen Schlüsse. Wer jeglichesals solches kennt, kennt die Sache; und ebenso wer es nicht kennt.Wer aber den Koriskos als Koriskos kennt, kann ganz wohl nichtwissen, daß er gebildet ist, also er weiß ebendasselbe und weiß esnicht. Ist das Vierellige größer als das Dreiellige? Nunkann aber ans einem Dreielligen ein Vierelliges in Beziehung ansdie Länge werden; das Größere aber ist größer als das Klei-nere; also ist es in derselben Beziehung größer und kleiner alses selber.

') v. s.