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zugegeben worden sei oder wie er es selbst in seiner Behauptunggemeint habe; denn auch darauf wird nicht selten eine Wider-legung begründet.
Sind aber alle diese Mittel nicht anwendbar, so muß mandazu schreiten, daß man sagt, der Beweis sei nicht richtig geführtworden; und dabei muß man nach der angegebenen Definition desSchlusses dem Gegner entgcgeutreten.
Bei den eigentlich gebrauchten Bezeichnungen muß man ent-weder schlechthin oder mit Unterscheidung antworten. Wo aberin den Behauptungen noch etwas anderes verstanden wird, z. B.wo nicht deutlich, sondern unvollständig gefragt wird, da ergibtsich ein Elenchos. Z. B.: ist das, was zu Athen gehört, Eigen-thum Athen's? Ja. Ebenso auch in andern Fällen. Nun ge-hört doch der Mensch zu den Thicren? Ja. Also ist der Menschein Eigenthum der Thiere. Allein wir sagen, der Mensch gehörezu den Thieren, weil er ein Thier ist, Lysander gehöre zu denLaccdämoniern, weil er ein Laccdämonier ist. Man sieht also,wo die Behauptung nicht deutlich ist, da muß man schlechthinzugeben.
Wenn man zwei Dinge hat von der Art, daß, wenn daserste ist, auch das zweite nothwendig zu sein scheint, nicht aberdas erste, wenn das zweite, so muß man auf die Frage: welchessein muß? dasjenige zugeben, bei welchem die Nothwendigkeit ge-ringer ist; denn cs ist für den Gegner schwieriger, aus einergrößeren Reihe von Sähen zu schließen. Wenn aber der Gegnersagt: dein einen sei etwas entgegengesetzt, dem andern nicht, somuß man, wenn die Behauptung richtig ist, sagen, es sei etwasentgegengesetzt, aber es sei kein Name dafür vorhanden.
Von dem, was die Menge annimmt, ist Einiges von derArt, daß der, welcher es nicht zugibt, eine Unwahrheit zu sagenscheint, Einiges aber ist nicht so, z. B. das, worüber die An-sichten getheilt sind; denn z. B. ob die Seele der Thiere sterblichoder unsterblich ist, ist für die Meisten nicht ausgemacht; wo esnun unklar ist, in welchen: Sinn der zweifelhafte Sah entschiedenzu werden pflegt, da muß man auf die allgemein giltigen An-sichten verweisen; denn dazu gehören sowohl die richtigen Mei-