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mau mehr als Einen Satz; denn wenn auch eine zusammenfas-sende Antwort sachlich richtig ist, so ist es deßhalb doch nicht EineFrage. Es ist ja auch möglich, auf tausend verschiedene Fragendurchaus entweder mit Ja oder mit Nein zu antworten und esmögen diese Antworten ganz richtig sein, aber dennoch darf mannicht mit Einer Antwort antworten, weil so das Disputirenunmöglich gemacht wird. Es ist das Gleiche, wie wenn manverschiedenen Dingen Einen und denselben Namen geben wollte.Darf man nun auf zwei Fragen nicht Eine Antwort geben, soist klar, daß auch hinsichtlich des Homonymen Ja und Nein nichtzuläßig ist. Denn auch wer es sagt, hat keine eigentliche Ant-wort gegeben, sondern hat eben etwas gesagt. Allein es wirddoch wohl beim Disputiren verlangt, weil so das Endresultatversteckt bleibt.
Da nun, wie gesagt, Widerlegungen Vorkommen, welche nurscheinbar sind, ohne wirkliche Widerlegungen zu sein, so wird esauf dieselbe Weise auch scheinbare Lösungen geben, die nicht wirk-liche Lösungen sind; von diesen nun sagen wir, daß man sie inden agonistischen Disputationen und bei der Erwiderung auf dasZweideutige bisweilen mehr anwenden muß als die wirklichenLösungen. Bei dem, was wahrscheinlich ist, muß man die Ant-wort geben: es mag sein; auf diese Weise wird am wenigsteneine trügerische Widerlegung möglich sein; wenn man aber ge-nöthigt wird, etwas Paradoxes zu sagen, so muß man vorzugs-weise hinzusctzen: es scheint so; denn so wird wohl weder eineWiderlegung noch ein wirkliches Paradoxon möglich sein. Daferner klar ist, Worin die xotitio xrirmixli besteht, und manmeint, wenn eine Widerlegung nahe bcvorsteht, so müsse mandurchaus Einiges umstoßen und nicht zugeben wegen angeblicherxstitio xrinoiM, so müssen wir von diesem Mittel dann Ge-brauch machen, sobald der Gegner etwas postulirt, was nothwendigaus der Thesis folgen muß, aber falsch und unwahrscheinlich ist;denn das, was nothwendig folgt, scheint unmittelbar zur Thesiszu gehören. Ferner: wenn das Allgemeine nicht mit einem be-stimmten Namen bezeichnet wird, sondern durch eine Vergleichung,so muß man sagen, daß der Gegner es nicht so nehme, wie es