dieser Koriskos sei gebildet resp. ungebildet; was man nun ebenbejaht und verneint. Aber vielleicht ist die Bedeutung nichtdieselbe, wie auch dort bei dem Namen. Also ist ein Unter-schied. Wenn man aber das eincmal schlechthin den Koriskoszu meinen behauptet, das anderemal dazusetzt: ein gewisser, oder:dieser, so hat das keinen Sinn; denn ebenso ist es auch beimNamen und cs kommt nichts darauf an, welchem Koriskos ermehr zukommt.
Allein da es nicht klar ist, ob der, welcher die Zweideutig-keit nicht bestimmt unterscheidet, widerlegt ist oder nicht, die Unter-scheidung aber beim Dispntiren gestattet ist, so ist es offenbar einFehler, wenn man die Frage schlechthin, ohne Unterscheidung, zu-gibt, wovon die Folge ist, daß, wenn auch nicht der Disputirende,doch die Behauptung widerlegt zu sein scheint. Es kommt übrigensoft vor, daß man die Amphibolie Wohl bemerkt, aber doch dieUnterscheidung nicht aussprechcn mag, weil derartige Fälle so garhäufig sind, damit man nicht gegen alles und jedes Schwierig-keiten zu machen scheint; dann aber tritt Einem oft ein Para-doron entgegen, während wir gar nicht vermutheten, daß dieBeweisführung daran hängen könnte; also da es frei steht, Unter-scheidungen zu machen, so muß man, wie oben gesagt, unbedenk-lich von diesen: Mittel Gebrauch machen.
Wenn inan aus den zwei Fragen nicht Eine Frage macht,so kann auch nicht der auf der Homonymie und Amphibolie be-ruhende Trugschluß entstehen, sondern entweder ein Elenchos oderkeiner. Denn was ist für ein Unterschied zwischen der Frage,ob Kallias und Themistokles gebildet sind und zwischen dem Fall,daß beide Personen Einen Namen haben, obgleich sie verschiedensind? Sobald man mehr als Eins meint, hat man mehr alsEine Frage gestellt. Wenn es nun nicht richtig ist, auf zweiFragen Eine Antwort schlechthin zu verlangen, so ist klar, daßman auf nichts Homonymes schlechthin antworten darf, auch wenndie Antwort an sich von allem richtig wäre, wie Manche wollen.Denn es ist kein Unterschied zwischen diesem Fall und der Frage,ob Koriskos und Kallias zu Hause sind oder nicht — mögensie nun beide da sein oder nicht da sein; in beiden Fällen hat