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z. B. bei den Schlüssen, welche auf dem Ausdruck und ans sprach-lichen Fehlern beruhen. Wenn nun die Trugschlüsse auf den Wi-derspruch ans einem nur scheinbaren Schluß beruhen, so ist klar,daß so viele Ursachen, als für den scheinbaren Schluß vorhandensind, auch für die trügerischen Schlüsse geltend zu machen sind.Der scheinbare Schluß aber beruht auf denselben Stücken, wieder wahre; wenn eines von diesen Stücken fehlt, so ist der Schlußein nur scheinbarer, wie z. B. der Schluß, welcher auf etwas sichgründet, was nicht aus der Beweisführung folgt, der Schluß,welcher auf's Unmögliche zurückgeht, der, welcher im Vordersatzaus zwei Fragen Eine macht, der, welcher aus dem Accidentellenschließt anstatt aus dem Ansich, und der, welcher aus dem Consequcnsschließt, welcher einen Theil des zuletzt genannten bildet; fernerder Schluß, welcher die Konsequenz nicht auf die Sache, sondernauf das Wort begründet; ferner wenn, anstatt daß der Widerspruchallgemein gefaßt und auf eben dasselbe bezogen und gegen ebendasselbe gerichtet und in derselben Weise verstanden ist, eine ge-wisse Beziehung oder ein einzelner Theil zu Grund gelegt wird;ferner bei der xotitio prinoixü, während man doch die ursprüng-liche Behauptung nicht gleich mit aufnehmen darf. Damit habenwir also die verschiedenen Ursachen, worauf die Trugschlüsse be-ruhen, mehr Ursachen gibt es nicht, sondern es sind hiemit alleerschöpft.
Der sophistische Gegenschluß ist nun aber nicht schlechthinein Gegenschluß, sondern er ist gegen einen andern gerichtet; undebenso auch der sophistische Schluß. Wenn nemlich der Gegnernicht annimmt, daß das Homonyme Eines bezeichne und daß —wegen der Ähnlichkeit des Ausdrucks — nur dieses Eine zu ver-stehen sei u. s. w., so hat man keine solchen Schlüsse und Gegen-schlüsse, weder schlechthin noch gegenüber dem Gefragten; wennder Gegner es aber annimmt, so hat man solche Schlüsse zwargegenüber dem Gefragten, aber nicht schlechthin; denn hier istetwas angenommen, was nicht wirklich Eines bezeichnet, sondernnur scheinbar, und zwar ist es nur von diesem Gegner so an-genommen.