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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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was wahrscheinlich scheint, es aber nicht ist, oder Welche nur zuschließen scheinen. Von den beweisenden Schlüssen ist in derAnalytik die Rede gewesen, von den dialektischen und peirastischenSchlüssen sonstwo '); jetzt haben wir es zu thun mit den ago-nistischen und eristischen Beweisen.

Drittes Kapitel.

Die Manipulationen der Streitsüchtigen.

Zuerst müssen wir die Punkte nennen, auf welche diejenigenes abgesehen haben, welche beim Disputircn nur das Streitenund die Ehre des Siegs im Auge haben. Dieser Punkte sindes fünf an der Zahl: der Gegenbeweis, (Elenchos), das Falsche,das Paradoron oder Absurde, der Solöcismus oder Sprachfehler,endlich das, daß man den Gegner zu bloßem Geschwätz verleitet,(was darin besteht, daß man ihn nöthigt, oft das Reinliche zusagen), oder aber daß man alles das nicht wirklich thut, sondernnur zu thun scheint. Am meisten ist es solchen Leuten um denSchein zu thun, daß sie den Gegenbeweis aufstellen, zweitensdarum, daß sie in der Rede des Gegners etwas Falsches Nach-weisen, drittens suchen sie auf etwas Paradoxes hinzuführen,viertens zu Sprachfehlern zu verleiten (d. h. dazu, daß der Ant-wortende durch den Zusammenhang der Rede veranlaßt wird,einen schlechten, sachwidrigen Ausdruck zu gebrauchen), endlichsuchen sie Tautologieen hervorzurufen.

Viertes Kapitel.

Die Gegenbeweise in sprachlicher Hinsicht.

Der sophistische Gegenbeweis zerfällt in zwei Arten: er be-ruht nemlich entweder auf dem sprachlichen Ausdruck oder er hatmit dem sprachlichen Ausdruck nichts zu thun. Es gibt sechs

y In der Lopik.