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nabe des Wissenden, in Beziehung auf jegliches selber über das,was er weiß, nichts Falsches zu sagen und bei dem, welcherFalsches sagt, dieß Nachweisen zu können; d. h. man muß imStande sein, erstens Rechenschaft zu geben, zweitens sie sich gebenzu lassen. Wenn man nun den Sophisten machen will, so mußman die angegebene Disputirmethode sich anzueignen suchen, denndieß ist praktisch; ist man im Stand, dieß zu thun, so wird esgelingen, weise zu scheinen, und darauf ist es ja in diesem Fallabgesehen.
So ist klar, daß es eine solche Art von Disputationen gibtund daß die sogenannten Sophisten es sind, welche es ans einesolche Fertigkeit abgesehen haben; wie viele Arten von sophistischenBeweisführungen es aber gibt, was alles nöthig ist, um dieseFertigkeit zu besitzen, aus wie vielen Theilen diese Untersuchungbesteht und was sonst noch zu dieser Kunst gehört, davon wollenwir jetzt sprechen.
Zweites Kapitel-
Die vier Gattungen des Disputirens.
Man kann beim Disputiren vier Arten von Beweisführungenanwenden: die didaskalischen oder belehrenden, die dialektischen oderauf Für und Wider angelegten, die peirastischen oder versuchendenund die eristischen oder auf Streit angelegten. Didaskalische Be-weisführungen sind solche, welche aus den jeder Wissenschaft eigen-thümlichen Principien, nicht aus den willkürlichen Vorstellungendes Antwortenden schließen; (denn der Lernende soll etwas wirk-lich glauben), dialektische solche, welche ans dem Wahrscheinlichenschließen und einen Widerspruch enthalten, peirastische solche, welcheaus dem schließen, was dem Antwortenden wahrscheinlich ist undwas derjenige wissen muß, welcher sich das Ansehen gibt, daßer die Wissenschaft inne habe; (auf welche Weise, ist anderswo')gesagt worden), eristische sind solche, welche aus dem schließen,
An den übrigen Thetlen der roptk.