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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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alles Entgegengesetzte, und man postulirt nur für gewisse Artendavon, auch in diesem Fall wird offenbar das für sich besonder?postulirt, was zusammen mit Anderem bewiesen werden sollte.Ferner wenn man den Beweis in der Art postulirt, daß manunterscheidet, z. B. wenn man beweisen sollte, die Heilkunde habedas Gesunde und Ungesunde zum Gegenstand, und man postu-lirte nun dieß für jedes besonders. Endlich wenn man vonzwei Dingen, welche mit einander innerlich verbunden sind, daseine mit Nothwendigkeit postulirte, z. B. daß die Seite mit demDurchmesser incommensurabel ist, während man beweisen sollte,daß der Durchmesser mit der Seite incommensurabel ist.

Ebenso viele Fälle gibt es auch bei der Postulirung desGegcntheils. Erstlich findet diese statt, wenn man das Gegen-nberstchende postulirt, Bejahung und Verneinung, zweitens wenninan das conträr Entgegengesetzte postnlirt, wie z. B. daß eben-dasselbe gut und schlecht sei. Drittens wenn man etwas im all-gemeinen annimmt, aber partikulär das Gegentheil postulirt, z. B.wenn man annimmt, daß es für das Entgegengesetzte Eine Wis-senschaft gebe, dabei aber für das Gesunde und Ungesunde je eineandere; oder wenn man mit Postulirung des letzteren hinsichtlichdes Allgemeinen das Gegentheil annehmen wollte. Ferner wennman das postulirt, was dem mit Nothwendigkeit aus den Vor-aussetzungen Folgenden entgegengesetzt ist; endlich wenn man zwardas nicht selber behauptet, was einander gegenübersteht, aber dochzwei solche Sätze postulirt, aus welchen das Gegentheil folgenmuß. Die Postulirung des Entgegengesetzten unterscheidet sichvon der Postulirung des Princips dadurch, daß bei der letzterender Fehler auf den Schlußsatz sich bezieht (denn mit Hinsichtauf diesen letzteren sprechen wir von einer xotitio xrinoixii),während die Postulirung des Entgegengesetzten in einem bestimm-ten Verhältnis der Vordersätze zu einander beruht.

Aristoteles' Topik,

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