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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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auf da- Falsche zürückgeht; auf solch ein Weg könnt« man auchetwas Falsches erschließen. So ist also klar, daß man bei derUntersuchung eines Schlußverfahrens in erster Linie zu fragenhat, ob ein Schluß zu Stande kommt; zweitens ob der Schlußwahr oder falsch ist; drittens auf welchen Prämissen er beruht.Sind die Prämissen falsch, aber wahrscheinlich, so ist es ein lo-gischer Schluß; sind sie wahr, aber unwahrscheinlich, so ist derSchluß mangelhaft. Sind die Prämissen aber falsch und sehrunwahrscheinlich, so ist es offenbar ein schlechter Schluß, entwederschlechthin oder im Verhältnis zum Gegenstand.

Dreizehntes Kapitel.

Von der xstitio prinoixii, der pstitio oontrariormn und demUnterschied beider.

In welchen Fällen der Fragende das anfänglich Gesagteund wieder das Gegentheil fprdert, ist in Beziehung auf Wahresin der Analytik') gezeigt worden, hier ist noch davon zu redenin Beziehung auf Wahrscheinliches.

Eine xstitio prinoipii ist möglich auf fünferlei Weise: amaugenscheinlichsten ist der erste Fall, wenn man das fordert, wasbewiesen werden sollte. In diesem Fall kann die xstitio, wodie Sache selber genannt wird, nicht wohl verborgen bleiben, da-gegen ist es Wohl möglich bei synonymen Dingen und da, woder Name und der Begriff dasselbe bezeichnen. Zweitens wennman, während etwas partikulär zu beweisen ist, es allgemeinpostulirt, z. B. wenn zu beweisen ist, daß es für das Entgegen-gesetzte Eine Wissenschaft gibt, und nun die Einheit der Wissen-schaft für das Gegenüberstehende überhaupt postulirt würde; hierwird öffenbar das, was für sich bewiesen werden sollte, zusammenmit noch Anderem postulirt. Drittens wenn man, während einallgemeiner Beweis gegeben werden sollte, etwas Partikulärespostulirt, z. B. wenn ein Beweis zu geben ist in Beziehung auf

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