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Satzes willen vorhanden. (Der Fall, daß man einen Satz nimmtum eines andern willen, ist daran zu erkennen, daß man mch-reres Aehnliche fragt; denn in der Regel gelangt man zum All-gemeinen entweder durch Induktion oder durch Ähnlichkeiten.)Das Einzelne nun muß man alles zugeben, wenn es wahr undwahrscheinlich ist, gegen das Allgemeine aber muß man versucheneine Einwendung beizubringen; denn ohne eine Einwendung, einewirkliche oder plausible, die Disputation aufzuhalten heißt unnö-thige Schwierigkeiten machen. Wenn man nun in einem Fall,der an Vielem sich klar herausstellt, das Allgemeine nicht zugibt,ohne eine Einwendung beizubringen, so macht man offenbar un-motivirte Schwierigkeiten. Und dieß ist wohl noch weit mehr derFall, wenn man auch nicht den Angriff auf eine Behauptung da-durch begründet, daß man eine Gegenbehauptung aufstellt. In-dessen ist auch dieß nicht genügend, denn es gibt im Gegensatzgegen die üblichen Vorstellungen viele Behauptungen, deren Be-streitung schwierig ist, wie z. B. der Satz Zenos, daß eine Be-wegung und die Durchlaufung eines Stadiums nicht möglich sei;deßhalb werden wir uns nicht veranlaßt sehen, das Gegenthcildavon nicht zuzugeben. Wenn man nun nicht zugibt, ohne eineEinwendung beizubringen oder ohne eine Gegenbehauptung auf-zustellen, so macht man offenbar ganz unbegründete Schwierig-keiten; dieses Verfahren beim Disputiren ist ein Antworten, wel-ches den angegebenen Regeln widerspricht und ein ordentlichesSchlußverfahren unmöglich macht.
Neuntes Kapitel.
Vorsicht im Disputiren in Beziehung auf Form und Inhalt.
Eine Thesis, eine Definition muß man zuerst bei sich selberbehandeln, ehe man sie vertheidigt; denn offenbar muß man sichdem widersetzen, wodurch der Fragende eine Umstoßung der Be-hauptung zu begründen sucht.
Man muß ferner vorsichtig sein in der Vertheidigung un-wahrscheinlicher Behauptungen. Unwahrscheinlich kann eine Be-