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richtige Verfahren, wcßhalb inan es auch dein Fragenden nichtgestatten darf.
Siebentes Kapitel.
Regeln für den Antwortenden bei unklaren Ansdrücken des Gegner«.
Ebenso muß man verfahren bei undeutlichen und mehrdeu-tigen Ausdrücken. Da nemlich dem Antwortenden es freisteht,wenn er etwas nicht versteht, zu sagen: das verstehe ich nicht,und da es bei einem mehrdeutigen Ausdruck nicht nothwcndig ist,sofort zuzugeben oder zu leugnen, so ist klar, daß man zunächst,wenn der Ausdruck nicht deutlich ist, sich nicht bedenken darf, zusagen: ich verstehe es nicht; oft nemlich geräth man in Unan-nehmlichkeiten, weil man auf eine undeutliche Frage hin zugibt.Ist aber der Ausdruck zwar bekannt, aber mehrdeutig, so istzweierlei zu beobachten: wenn die Behauptung in jeder Beziehungwahr oder falsch ist, so muß man sie schlechthin zugeben oderleugnen, ist sie aber zum Theil falsch, zum Theil richtig, so mußman bemerken, daß der Ausdruck mehrdeutig sei und daß er zumTheil wahr, zum Theil falsch sei; denn wenn man erst nachträg-lich unterscheidet, so ist nicht deutlich, ob man die Mehrdeutigkeitgleich Anfangs bemerkt hat. Wenn man aber die Zweideutigkeitnicht gleich erkennt, sondern mit Rücksicht auf die eine Bedeutungzugibt, so muß man dem Gegner, welcher die andere Bedeutungins Auge faßt, bemerken: ich habe nicht mit Rücksicht auf dieseBedeutung zugegeben, sondern habe die andere im Auge gehabt;wenn nemlich mehrere Bedeutungen demselben Wort oder Begriffangehören, so ist ein Zweifel sehr leicht. Ist aber die Fragedeutlich und einfach, so muß man entweder mit Ja oder mit Neinantworten.
Achtes Kapitel.
Schwierigkeiten, welche ohne gehörige Begründung erhoben werden.
Jeder syllogistische Vordersatz enthält in sich entweder das,aus welchem der Schluß hervorgeht, oder er ist um eines solchen