Uemlich von deni Genannten „von der Art" ist und was nicht.Uebcrdieß kommt es sehr ojl vor, daß die Gegner einander inder Disputation zu täuschen suchen, indem der eine das, was nichtähnlich ist, für ähnlich ausgibt, der Andere daran zweifelt, daßdas Aehnliche wirklich ähnlich sei. Darum muß man in allenderartigen Fällen versuchen, selbst einen Namen zu schaffen, da-mit weder der Antwortende Zweifel erheben kann, als ob dasGenannte nicht wirklich ähnlich wäre, noch der Fragende etwasnicht ähnliches als ähnlich einschwärzen kann, da ja vieles, wasnicht ähnlich ist, als ähnlich hingestellt werden kann.
Wenn bei der Induktion trotz der Ausführung vieler Fällevom Gegner das Allgemeine nicht zngegeben wird, dann hat mandas Recht, von ihm eine Einwendung zu verlangen. Wenn er abernicht selber angegeben hat, in welchen Fällen das und das gelte,so hat man kein Recht, eine Erklärung darüber zu verlangen, inwelchen Fällen es nicht gelte; man muß nemlich zuerst die In-duktion durchführen, ehe man die Einwendung verlangt. Manmuß ferner fordern, daß die Einwendung nicht nnmittelbar aufden Gegenstand, um welchen es sich handelt, sich beziehe, außerwenn er der einzige von dieser Art ist, wie z. B. die Zweiheitallein unter den geraden Zahlen die erste ist; der, welcher dieEinwendung macht, muß diese auf etwas Anderes beziehen, oderer muß sagen, daß der Gegenstand der einzige von dieser Art sei.Gegenüber von Solchen, welche gegen das Allgemeine Einwen-dungen machen, nicht aber auf die Sache selber sich beziehen, son-dern ans das Homonyme, wie z. B. daß jemand nicht seine eigeneFarbe, seinen eigenen Fuß oder Arm habe, da ja z. B. der Ma-ler eine Farbe, der Koch einen Fuß haben könne, der nicht ihmgehöre — solchen gegenüber muß man unterscheiden, ehe manweiter fragt; denn so lang die Homonymie versteckt ist, wird dieEinwendung gegen den Vordersatz als wohlbegründet erscheinen.Wenn aber der Gegner bei seiner Einwendung nicht auf dasHomonyme reflektirt, sondern auf die Sache selber eingeht Unddie Fragen aufzuhalten sucht, so muß man das, worauf die Ein-wendung sich bezieht, weglassen und das Uebrige in allgemeinerFassung aufstellen, bis man das Zweckdienliche findet. So z. B.