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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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welche der Gegner nicht zugeben würde, wenn sie allein für sichausgestellt würden.

Auf diese Weise muß man verfahren zum Zweck der Ver-hüllung, zum Schmuck aber muß man die Induktion und dieUnterscheidung des Verwandten anwcnden. Worin die Induktionbesteht, ist klar; die Unterscheidung besteht z. B. darin, daß mansagt: eine Wissenschaft ist besser als eine andere, entweder weilsie genauer ist oder weil ihr Gegenstand ein besserer ist, ferner:die Wissenschaften sind theils theoretisch, theils praktisch, thcilsproducirend. Derartiges enthält immer einen Schmuck für dieAusführung, ohne daß es deßhalb zur Erzielung des Schlußsatzesunumgänglich nothwendig wäre.

Zum Behuf der Deutlichkeit muß man Beispiele und Gleich-nisse beiziehen, die Beispiele müssen aber geläufig und zur Sachegehörig sein, wie sie Homer, nicht wie sie Chörilus') gebraucht;sonst wird die aufgestellte Behauptung dadurch nicht deutlicher.

Zweites Kapitel.

Weitere Bemerkungen über die Induktion, die Form der Einwendungen,die llsckuolio all absuräum, Fassung der Behauptungen, Charakterder dialektischen Sätze u. dergl.

Man muß beim Disputiren das Schlußverfahren anwenden,wo man es mit Dialektikern zu thun hat, weniger beim großenPublikum, wogegen die Induktion mehr gegenüber dem großenPublikum am Platz ist; darüber ist indessen schon früher gespro-chen worden 2). In manchen Fällen ist es möglich, durch In-duktion das Allgemeine zu erfragen, manchmal aber ist dieß nichtleicht, weil nemlich alles Aehnliche, was hergehört, nicht einengemeinsamen, üblichen Namen hat; daher wenn man da das All-gemeine gewinnen muß, heißt es in der Regelbei Allem derArt"; eine genaue Bestimmung darüber ist aber sehr schwer, was

I) LH. aus Samos lebte im fünften Jahrhundert v. Ehr. und verfaßte einLpoS über die Perserlriege, offenbar in gesuchtem und gekünsteltem Stil,r) I. IS.