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eigenthümlich sein. Wenn es aber der Oberfläche eigenthümlich ist,so wird es deßhalb noch nicht dem Körper eigenthümlich sein. —Bei der Behauptung ist dieser Gesichtspunkt nicht anwendbar,denn es ist unmöglich, daß Eins und Dasselbe Mehrerem eigen-thümlich ist.
Drittens: bei der Widerlegung ist darauf zu sehen, ob das,was einem Ding mehr eigenthümlich ist, ihm etwa nicht eigen?thümlich ist; ist es nicht, so wird auch das, was dem Ding we-Niger eigenthümlich ist, ihm nicht eigenthümlich sein. Z. B. esist dem Thier mehr eigenthümlich, daß es Wahrnehmung hat, alsdaß es theilbar ist, nun ist es dem Thier nicht eigenthümlich,daß es Wahrnehmung hat, also ist es dem Thier auch nicht eigen?thümlich, theilbar zu sein. Bei der Behauptung fragt es sich,ob das, was dem Ding weniger eigenthümlich ist, ihm eigenthüm-lich ist; dann wird ihm auch das eigenthümlich sein, was ihmmehr eigenthümlich ist. Z. B. es ist dem Thier weniger eigen-thümlich, daß es wahrnimmt, als daß es lebt; nun ist dem Thiereigenthümlich, daß es wahrnimmt, also ist es dem Thier aucheigenthümlich, daß es lebt.
Ferner ist das in gleicher Weise Zukommende in Betrachtzu nehmen. Erstens: bei der Widerlegung fragt es sich, ob daseine, was in gleicher Weise eigenthümlich ist, dem, welchem es ingleicher Weise eigenthümlich ist, etwa nicht eigenthümlich ist; istes nicht so, so wird es auch bei dem andern nicht sein. Z. B.es ist dem Begehrungsvermögen ebenso eigenthümlich, zu begehren,als dem Denkvermögen, zu denken, nun ist es aber dem Begeh-rungsvermögen nicht eigenthümlich zu begehren, also ist es auchdem Denkvermögen nicht eigenthümlich, zu denken. Bei der Be-hauptung muß man sehen, ob das eine, was in gleicher Weiseeigenthümlich ist, demjenigen, welchem es so eigenthümlich ist, wirk-lich eigenthümlich ist; dann wird es auch bei dem andern so sein.Z. B. es ist dein Denkvermögen ebenso eigenthümlich, das ur-sprünglich Verständige zu sein, wie dem Begehrungsvermögen, dasursprünglich Mäßige; nun ist es dem Denkvermögen eigenthüm-lich, das ursprünglich Verständige zu sein, also ist es auch demAristoteles' Topik. s