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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
Seite
126
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Wohl eigenthümlich, das Wissen des Schlechten zu sein, denn esist unmöglich, daß eines und dasselbe Mehrerem eigenthümlich sei.Für die Behauptung aber ist dieser Gesichtspunkt nicht zu ver-wenden, denn das, was sich in gleicher Weise verhält, tritt, wäh-rend es bloß eines ist, Mehreren: gegenüber.

Ferner ist bei der Widerlegung darauf zu merken, ob das,was als ein Seiendes benannt ist, dem nicht eigenthümlich ist,welches in Verbindung mitsein" ausgedrückt ist;, dann wirdnemlich auch das Vergehen nicht dem in Verbindung mit Ver-gehen Benannten und das Werden nicht dem in Verbindung mitWerden Benannten eigenthümlich sein. Z. B. da es dem, wel-cher Mensch ist, nicht eigenthümlich ist, daß er ein Thier ist, sowird auch dem Mensch-Werden nicht eigenthümlich sein dasThier-werden, und dem, daß ein Mensch vergeht, wird nichtdas eigenthümlich sein, daß ein Thier vergeht. Ebenso ist derUebergang zu machen vom Werden zun: Sein und Vergehen undvom Vergehen zun: Sein und zun: Werden, wie es eben nach-gewiesen worden ist von: Sein zum Werden und zun: Vergehen.Bein: Behaupten ist darauf zu sehen, ob den:, was mit dem Seinzusammengcstellt ist, das ebenso Verbundene eigenthümlich ist; indiesen: Fall wird auch dem, was mit Werden zusammengestellt ist,das ebenso Verbundene eigenthümlich sein, und dem, was mit den:Vergehen zusammengestellt ist, das mit den: Werden Verbundene.Z. B. da es dein, welcher ein Mensch ist, eigenthümlich ist, daßer sterblich ist, so wird auch dem Mensch-Werden das sterb-lich - werden eigenthümlich sein und den: Vergehen eines Men-schen das Vergehen eines Sterblichen. Ebenso ist auch zu ver-fahren, wenn man von: Werden und vom Vergehen übergeht zumSein u. s. w., wie es zum Zweck der Widerlegung angegebenworden ist.

Ferner muß inan die Idee des Gegenstandes, um welchenes sich handelt, in's Auge fassen; bei der Widerlegung muß manfragen, ob das Eigenthümliche der Idee nicht zukommt, oder obes nicht zukommt in der Beziehung, in welcher das, dessen Eigen-thümliches angegeben wird, so benannt wird; ist dieß nicht derFall, so ist das Eigenthümliche nicht richtig angegeben. Z. B.