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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
Seite
117
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chem Sinn man das Eigenthümliche versteht und auf was es sichbezieht. Man stellt nemlich zumeist das Eigenthümliche auf, ent-weder indem man das von Natur Ankommende angibt, wie beimMenschen das Zweifüßigsein, oder das jetzt Zukommende, wie beimMenschen, daß er vier Finger hat, oder nach der Art, wie beimFeuer, daß cs aus den feinsten Theilen besteht, oder schlechthin,wie beim Thier, daß es'lebt, oder mit Beziehung aus ein Ande-res, wie bei der Seele das Verständige, oder als ein Erstes, wiebeim Denkvermögen das Verständige oder mit Rücksicht auf dasHaben, wie beim Wissenden das, daß er sich durch Vorstellungennicht mnstimmen läßt (denn der Wissende ist so lediglich durchein Haben) H, oder nach dem Gehabtwerdcn, wie beim Wissen,daß es sich nicht durch Vorstellungen mnstimmen läßt?), odiwnach dem Enthaltensein in einem Andern^), wie beim Thierdie sinnliche Wahrnehmung, (denn diese Wahrnehmung hat auchnoch Anderes, z. B. der Mensch, aber es nimmt nur wahr, so-fern es Theil hat am Gattungsbegriff), oder ans Grund desTheilhabcns, wie beini einzelnen Thier das Leben ^). Hier begehtinan nun einen Fehler, wenn man im ersten Fall nicht ausdrück-lich bemerktvon Natur", denn es ist möglich, daß das vonNatur Ankommende demjenigen gerade nicht zukommt, welchem esvon Natur zukommt, wie z. B. dem Menschen, daß er zwei Füßehat. Ferner fehlt man, wenn man nicht angibff, daß man dasjetzt Ankommende meint, weil das Angegebene ein andresmal dembetreffenden Subjekt nicht zukommen kann, wie z. B. dem Men-schen, daß er vier Füße hat; wenn man nicht angibt, daßman das Eigenthümliche auf das Erste oder auf das Sekundärebezieht, denn es kann von dem, von welchem der Begriff gilt,nicht auch der Name ausgesagt werden, wie z. B. bei dem Ge-färbtsein nicht sofort erhellt, ob es als Eigenthümliches der Ober-fläche oder des Körpers gemeint sein soll;> wenn man nicht

Durch bas Haben des Wissens.

2> sofern das Wissen nom Wissenden gehabt wird.

2) sofern der Gattungsbegriff in den Arten enthalten ist.

H das im einzelnen Thier lebt, sofern eS Theil hat an dem Gattungsbe-griff Thier.