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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
Seite
115
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zukommt, Wird auch einem weißen Menschen zukommen, wenneben der Mensch weiß ist, und das, was dem Weißen Menschenzukommt, wird auch dem Menschen zukommen. Man kann nunhier das meiste, was als Eigenthümliches aufgestellt wird, in per-fider Weise anfechten, wenn man das Subjekt an sich trennt vondem Subjekt zusammen mit dem Attribut, wie z. B. wenn mansagt, ein Anderes sei der Mensch, ein Anderes der Weiße Mensch,ferner wenn man sagt, der Zustand oder die Fertigkeit sei etwasanderes, als bas, was darnach benannt wird. Was ncmlich derFertigkeit zukommt, wird auch dem nach der Fertigkeit Benann-ten zukommen, und was dem nach der Fertigkeit Benannten zu-kommt, wird auch der Fertigkeit zukommen. Z. B. da der Wis-sende ein solcher ist vom Wissen, so wird es kein Eigenthümlichesdes Wissens sein, durch Vorstellungen nicht auf andere Ansichtengebracht zu werden; denn die letztere Eigenschaft wird auch demWissenden beizulegen sein. Bei der Behauptung muß man sagen,daß nicht schlechthin ein Unterschied zu machen ist zwischen: dem,welchem ein Attribut zukommt, für sich, und dem Attribut zu-sammengenommen mit dem, welchem es zukommt, sondern derUnterschied liegt nur darin, daß das Sein beider ein anderes ist;es ist ncmlichMenschsein" für den Menschen nicht dasselbe, wieweißer Mensch sein" für den Weißen Menschen. Ferner mußman auch Acht haben bei den Ableitungsformen, indem man sagenmuß, daß der Wissende nicht das durch Vorstellungen nicht Um-zustimmende ist, sondern der nicht Umzustimmeude, und ebensodaß die Wissenschaft nicht das durch Gründe nicht Umzustim-mende ist, sondern die nicht umzustimmendc; denn gegen einenGegner, der seine Einwendungen überall herholt, muß man auchdie Vertheidigung in entsprechender Weise führen.

Fünftes Kapitel.

Weitere Gesichtspunkte zur Bestimmung des Eigenthümlichen.

Ferner ist bei der Widerlegung darauf zu achten, ob derGegner, während er das von Natur Zukommende angeben will,