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dem, von welchem die betreffende Gattung nicht in Wahrheit aus-gesagt werden kann, sondern nur da, wo die aufgestellte Gattungin Wahrheit ausgesagt wird. Bei einigen Begriffen nemlich scheinteine solche Aussage nicht richtig zu sein, wie z. B. beim Schneeund beim Lehm. Den Schnee nemlich bezeichnet man als gefro-renes Wasser, den Lehm als eine mit Feuchtigkeit getränkte Erde;allein der Schnee ist kein Wasser, so wenig als der Lehm Erde,also kann auch keiner der aufgestellten Begriffe Gattung sein; esmuß nemlich die Gattung immer in richtiger Weise von den Artenausgesagt werden können. Ebenso ist auch der Wein nicht inFäulniß gerathenes Wasser, wie Empedokles sagt, er sei Wasserin Holz gefault; denn der Wein ist gar kein Wasser.
Sechstes Kapitel.
Fortsetzung.
Ferner muß man darauf achten, ob das Aufgestellte über-haupt nicht Gattung von etwas ist. In diesem Fall ist es natür-lich auch nicht Gattung in der angegebenen Weise. Hiebei mußman darauf sehen, ob das, was an der angegebenen GattungTheil haben soll, der Art nach sich nicht unterscheidet, wie z. B.das Weiße; alles, was weiß ist, unterscheidet sich ja der Art nachnicht von einander. Nun müssen aber die Arten jeder Gattungvon einander unterschieden sein, also kann das Weiße überhauptnicht Gattung sein.
Ferner: ob das, was Allem zukommt, als Gattung oderals Unterschied aufgestellt ist. Es gibt nemlich Mehreres, wasallen Dingen zukommt, wie z. B. das Seiende und das Einsdahin gehört. Hat man nun das Seiende als Gattung aufge-stellt, so ist klar, daß es Gattung von Allem sein muß, da esja von Allem ausgesagt wird; die Gattung wird ja von nichtsAnderem ausgesagt, als von ihren Arten. Sonach müßte auchdas Eins eine Art des Seienden sein. Hievon wäre nun dieFolge, daß von Allem, von welchem die Gattung ausgesagt wird,auch die Art ausgesagt würde, da ja das Seiende und das Eins