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der Zahl. Das Ungerade ist nemlich ein Unterschied der Zahl,nicht aber eine Art. Auch kann man nicht annehmen, daß derUnterschied Theil nimmt an der Gattung; alles nemlich, was ander Gattung Theil hat, ist entweder Art oder Einzelnding, derUnterschied aber ist weder Art noch Einzelnding. Es ist alsoklar, daß der Unterschied nicht Theil hat an der Gattung, alsokann auch das Ungerade nicht Art sein, sondern Unterschied, daes ja nicht Theil hat an der Gattung.
Ferner: ob sucht die Gattung als Art aufgestellt wordenist, wie z. B. wenn man sagt, die Berührung sei wesentlich Kon-tinuität, oder die Vermischung sei wesentlich Vermengung, oderwenn man mit Plato die räumliche Bewegung als Umschwungbezeichnen wollte. Es ist nemlich nicht nothwendig, daß die Be-rührung Kontinuität sei, Wohl aber ist umgekehrt die Continuitätnothwendig Berührung; denn nicht alles, was sich berührt, istcontinuirlich, Wohl aber muß das Continuirliche sich berühren.Ebenso ist es auch bei den übrigen Begriffen: nicht jede Mischungist eine Mengung, (so ist z. B. die Mischung trockener Dingekeine Mengung) nnd ebensowenig ist jede räumliche Veränderungein Umschwung; z. B. das Gehen kann man doch nicht für einenUmschwung ansehen, von Umschwung redet man doch in der Regelbei dem, was ohne freien Willen von einem Ort zum andern sichbewegt, wie dieß bei den unbeseelten Dingen der Fall ist. Esist aber klar, daß in den angegebenen Fällen der Art noch eingrößerer Umfang beigelegt wird, als der Gattung, während dochdas richtige Verhältniß das umgekehrte ist.
Ferner: ob nicht der Unterschied als Art bezeichnet ist, z. B.wenn man sagt, das Unsterbliche bezeichne das Wesen der Gott-heit. Hier wäre es der Fall, daß die Art sich ebensoweit oder-weiter erstreckte; aber immer hat der Unterschied einen ebensogroßen oder noch größeren Umfang als die Art. — Ferner: obdie Gattung als Unterschied aufgestellt ist, z. B. wenn man sagt,die Farbe sei ihrem Wesen nach das Verbindende oder die Zahlsei ihrem Wesen nach das Ungerade. Und: ob man die Gattungfür den Unterschied genommen hat; es ist nemlich möglich, daßEiner anch eine solche Behauptung aufstellt, wie z. B. die Mischung