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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
Entstehung
Seite
80
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sei ein Unterschied der Mengung oder die räumliche Veränderungsei ein Unterschied des Umschwungs. Für alle diese Fälle sinddie gleichen Gesichtspunkte maßgebend, indem diese gemeinschaft-lich sind; die Gattung muß ncmlich immer eilten größeren Um-fang haben als der Unterschied und nicht Theil haben am Unter-schied. Bei den oben angeführten Aufstellungen aber kann keinevon diesen beiden Bestimmungen zutreffen: dabei hat nemlich dieGattung einen geringeren Umfang und die Gattung hat Theilam Unterschied.

Ferner: wenn kein Unterschied, welcher der Gattung angehört,von der ausgestellten Art ausgesagt wird, so kann auch die Gat-tung nicht ausgesagt werden, wie z. B. von der Seele weder dasUngerade noch das Gerade ausgesagt wird, also auch nicht dieZahl. Ferner: wenn die Art der Natur nach früher ist und ihreAufhebung auch die Aufhebung der Gattung ist; denn es ist dasGegentheil anzunchmen. Ferner: wenn es möglich ist, daß dieArt sich trennt von der angegebenen Gattung oder dem Unter-schied, wie z. B. die Bewegung von der Seele oder das Wahreund Falsche von der Vorstellung, so ist keines von den GenanntenGattung oder Unterschied; denn es ist dock an;nnehmen, daß dieGattung und der Unterschied der Art durchaus, so weit die letz-tere reicht, zur Seite gehen.

Drittes Kapitel.

Weitere Erörterungen über falsche und richtige Fassung desGattungsbegriffs.

Man muß ferner zusehen, ob das in der Gattung BegriffeneTheil hat oder Theil haben kann an einer der aufgestellten Gattungentgegengesetzten Gattung; auf diese Weise würde Eines und das-selbe an dem Entgegengesetzten zugleich Theil haben, da cs ja dieGattung niemals verläßt, hier aber am Entgegengesetzten TheilHai oder Theil haben kann. Ferner: ob die Art an etwas An-theil hat, was dem unter der Gattung Begriffenen ganz unmög-lich zukommen kann. Z. B. wenn die Seele Antheil hat am