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3 (1891) Poetik (3. Aufl.), Topik (Disputierkunst)
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so macht, mehr ein solches als das andere. Wenn aber beidedie Wirkung haben, so ist das mehr ein solches, welches eine stär-kere Wirkung hat.

Ferner: wenn von zwei Dingen das eine mehr, das andereweniger ein solches ist, als das nemliche dritte; und: wenn daseine mehr ein solches ist, als ein anderes Solches, das andereaber mehr ein solches, als ein Nicht-solches, so ist klar, daß daserstere mehr ein solches ist. Ferner von der Beifügung aus,wenn etwas, was ebendemselben beigefügt wird, das Ganze mehrzu einem solchen macht, oder wenn es, zu einem weniger solchenhinzugefügt, das Ganze mehr zu einem solchen macht. Ebensoist es auch mit der Wegnahme: dasjenige, nach dessen Wegnahmedas Uebrige weniger ein solches ist, ist selber mehr ein solches.Und das, was mit dem Entgegengesetzten weniger vermischt wer-den kann, ist mehr ein solches, wie z. B. das, was mir demSchwarzen weniger vermischt werden kann, das Weißere ist. Fer-ner außer den eben angeführten Fällen: das, was den eigenthüm-lichen Begriff der betreffenden Sache mehr annimmt, z. B. wennder Begriff des Weißen das ist, daß es eine Farbe ist, welcheeine Scheidung des Gesichts bewirkt, so ist dasjenige weißer,welches mehr eine solche, Scheidung des Gesichtssinns bewirkendeFarbe ist.

Sechstes Kapitel.

Anwendung auf partikuläre Probleme.

Wenn das Problem nicht allgemein, sondern partikulär ge-stellt ist, so sind erstlich die aufgezählten, allgemein beweisendenund widerlegenden Gesichtspunkte sämmtlich zu verwenden. Dennwenn wir allgemein widerlegen oder behaupten, so beweisen wireben damit auch das Partikuläre; denn wenn etwas allem zu-kommt, so kommt cs auch einigem zu, und wenn es keinem zn-kommt, so auch nicht einigem. Am sachdienlichsten und allgemein-sten von den Gesichtspunkten sind diejenigen, welche vom Gegen-überstehenden, vom Begriffsverwandten und von den Ableitungs-

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